Keine Arbeit in Italien: Illegal nach Deutschland

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Oberaudorf - Die Bundespolizei hat am Donnerstag einen Afrikaner auf der Inntalautobahn festgenommen. Seinen Angaben zufolge wollte er nach Deutschland, um Geld zu verdienen.

In den frühen Morgenstunden stoppten Bundespolizisten nahe Oberaudorf einen polnischen Reisebus. Unter den Fahrgästen befand sich ein junger Mann, der sich mit italienischen Papieren ausweisen konnte. Sein Versuch, die Beamten damit hinters Licht zu führen, misslang jedoch gründlich. Ein polizeilicher Blick in den Reisepass offenbarte, dass es sich um eine Fälschung handelte. Der ursprünglich von der Elfenbeinküste stammende Mann wurde festgenommen und zur Dienststelle nach Rosenheim gebracht.

Dort gab er an, dass er schon seit ein paar Jahren in Italien lebe, wo er jedoch keine Arbeit hätte. Außerdem würden die italienischen Behörden seine Aufenthaltsberechtigung nicht wieder verlängern. Daher habe er sich den gefälschten Reiseausweis beschafft, um hier zu arbeiten. Der Festgenommene wurde wegen Urkundenfälschung und unerlaubter Einreise angezeigt. Aufgrund der klaren Sachlage verurteilte das Amtsgericht Rosenheim den Ivorer in noch am selben Tag einem sogenannten beschleunigten Verfahren.

Da der mittellose Afrikaner die angeordnete Geldstrafe nicht begleichen konnte, musste er eine 90-tägige Haftstrafe antreten. Im Anschluss wird er das Land verlassen müssen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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