In Widersprüche verstrickt: Strafanzeige

Oberaudorf - Fahnder hatten am zweiten Adventswochenende einen guten Riecher und konnten rund 30 Personen festnehmen, die illegal einreisen wollten.

Witterung und Straßenverhältnisse hielten offenbar nicht davon ab, illegal über die deutsch-österreichische Grenze zu reisen. Auf der Inntalautobahn blieben etwa am Sonntag ein Deutscher und ein Jordanier im Fahndungsnetz hängen. Ihnen wird vorgeworfen, einem Iraker bei der unerlaubten Einreise geholfen zu haben.

Rosenheimer Bundespolizisten zogen auf Höhe Oberaudorf einen Pkw mit deutschen Kennzeichen aus dem Verkehr. Im Fahrzeug befanden sich drei Insassen. Während sich der 32-Jährige aus Deutschland und der 29-Jährige aus Jordanien ordnungsgemäß ausweisen konnten, hatte der 44-Jährige aus dem Irak keine Papiere für den geplanten Aufenthalt im Land. Die Fahnder nahmen alle drei Personen fest. Ersten Angaben zufolge wollte der Iraker mithilfe einer bezahlten Schleuserorganisation Schweden erreichen. Seine beiden Begleiter habe er nur zufällig getroffen. Nachdem sich die drei allerdings hinsichtlich ihrer gemeinsamen Reise in Widersprüche verstrickt hatten, schenkten die Beamten der Version vom zufälligen Treffen keinen Glauben mehr.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Iraker zunächst einer Münchner Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge zugeleitet. Seine Begleiter durften die Dienststelle zwar auch wieder verlassen, müssen aber mit einer Strafanzeige wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise rechnen. Insgesamt wurden am vergangenen Wochenende 27 Ausländer wegen unerlaubter Einreise angezeigt. Am Wochenende zuvor waren es sogar rund 40. Die Bundespolizei bleibt in der Adventszeit weiterhin gefordert.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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