Schleusung? Nö, "rein zufällig getroffen"

Oberaudorf - Die Bundespolizei fasste wieder einige illegal Einreisende. Ein indischer Schleuser tischte den Beamten dazu eine hanebüchene Geschichte auf:

Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Wochenende, den 2. und 3. Februar, eine Vielzahl unerlaubt eingereister Personen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet in Gewahrsam genommen. In sechs Fällen konnten die Zivilfahnder dabei auch die mutmaßlichen Schleuser verhaften. Einer von ihnen ist ein indischer Staatsangehöriger. Er wird beschuldigt, vier Landsleute illegal ins Land gebracht zu haben.

Inzwischen befindet er sich im Gefängnis. Der Inder beteuerte bei der Kontrolle auf der Inntalautobahn nahe Oberaudorf, dass er die anderen Personen rein zufällig getroffen hätte. Aus purer Gefälligkeit habe er sie von Innsbruck aus in seinem Auto mitgenommen. Die ersten Ermittlungen der Bundespolizisten ergaben allerdings, dass der 24-Jährige bereits in Italien mit seinen vier Mitfahrern in Verbindung gestanden hatte.

Nach Angaben der Geschleusten kostete die Etappe von Italien nach Deutschland pro Person 400 Euro. Das Amtsgericht Rosenheim ordnete an, den Fahrzeugführer in Untersuchungshaft zu nehmen. Er wurde in die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert. Seine Begleiter, zwischen 22 und 28 Jahre alt, mussten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen getrennte Wege gehen. Zwei wurden an eine Aufnahmeinrichtung für Flüchtlinge weitergeleitet. Die anderen beiden werden das Land voraussichtlich schon bald wieder verlassen müssen.

Über das Wochenende verteilt stellte die Rosenheimer Bundespolizei insgesamt 28 illegal eingereiste Personen fest. Sie stammten unter anderem aus Syrien, Afghanistan, Somalia, Indien und dem Kosovo.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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