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Ertappter Schleuser beleidigt Dolmetscherin

Oberaudorf – Die Polizei hat einen albanischen Schleuser mit vier Syrern im Auto angehalten. Eine Dolmetscherin wurde hinzugezogen - diese entsprach jedoch nicht dem Schleuser.

Die Bundespolizei hat am Dienstag, den 9. Dezember, einen albanischen Schleuser nahe Oberaudorf festgenommen. Der 43-Jährige hatte vier syrische Männer ohne die erforderlichen Einreisepapiere ins Land gebracht. Zu den Hintergründen schweigt er bislang. Die kosovarische Dolmetscherin sagte dem Albaner offenbar nicht zu.

Rosenheimer Fahnder kontrollierten in den frühen Morgenstunden auf der A93 die Insassen eines in Italien zugelassenen Autos. Lediglich der albanische Fahrzeugführer konnte sich ausweisen. Seine vier syrischen Begleiter hatten keine Grenzübertrittspapiere dabei. Die Männer im Alter von 27 bis 35 Jahren gaben an, jeweils bis zu 9.000 Euro für die Schleusung vom Heimatland bis nach Italien gezahlt zu haben. Den Fahrer hätten sie dann am Mailänder Bahnhof angesprochen. Für die Tour bis nach Deutschland seien 300 Euro pro Person vereinbart worden.

Die Bundespolizisten stellten das Fahrzeug sicher. Bislang verweigerte der 43-jährige Albaner konkrete Aussagen zu den Hintergründen der Fahrt. Die hinzugezogene Dolmetscherin entsprach als Kosovarin offenbar nicht seinen Vorstellungen. Anstatt vernünftiger Antworten musste sie sich Beleidigungen des Albaners anhören und wurde von ihm aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit als Übersetzerin abgelehnt.

Die syrischen Staatsangehörigen stellten ein Schutzersuchen. Sie sollen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an die Flüchtlingsstelle in München weitergeleitet werden. Der albanische Fahrer wird sich voraussichtlich schon bald in einer Haftanstalt wiederfinden. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern.

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Picture Alliance / dpa

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