Polizei steuert auf „Rekordergebnis“ zu

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Rosenheim - Schleierfahnder der Polizeiinspektion Rosenheim stellten in diesem Jahr schon 90 Fahrzeuge sicher und steuern somit auf ein „Rekordergebnis“zu.

Die Schleierfahnder der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim steuern im Jahre 2011 ein „Rekordergebnis“ bei der Fest-/und Sicherstellung von Kraftfahrzeugen an. Trotz mittlerweile ausgefeilter Wegfahrsperren werden nach wie vor hochwertige Kfz europaweit gestohlen und in Länder der osteuropäischen Staaten verschoben. Zudem werden durch Leasingfirmen Fahrzeuge zur Fahndung ausgeschrieben weil ihre Besitzer die teils sehr teueren Leasingraten nicht bezahlen.

Von Januar bis Juli konnten bereits 90 zumeist hochwertige Fahrzeuge festgestellt und ein Großteil davon sichergestellt werden. Zwischenzeitlich reichen die vorhandenen Abstellflächen nicht mehr aus. Der Wert der sichergestellten Fahrzeuge liegt zwischenzeitlich deutlich über drei Millionen. Die Hitliste der Sicherstellungen führt weiterhin BMW (21) vor Mercedes (20) sowie Audi (11) und VW (9) an. Neben den Premiumtypen der deutschen Hersteller findet sich auch ein Ferrari F 360 der nach Berlin verschoben werden sollte, ein Porsche Panamera im Zeitwert von über 100.000 Euro und ein Jaguar, hier konnte der polnische Halter seine Leasingraten nicht mehr zahlen.

Wie auch die Jahre zuvor war der Großteil der Fahrzeuge in Italien (35) und Deutschland (32) zugelassen. Mit 38 Fahrzeugen war der Großteil in Italien entwendet oder unterschlagen, 14 in Deutschland, fünf in Rumänien, je vier in Frankreich und Schweden, der Rest verteilt sich auf ganz Europa. Neben hochwertigen Pkw und SUV konnten auch einige „Exoten“ sichergestellt werden. Darunter befanden sich zwei Muldenkipper die sich auf einem Tieflader befanden und über den Travemünder Hafen nach Kasachstan verschoben werden sollten. Die beiden Leasingfahrzeuge im Zeitwert von 80.000 Euro wurden an die Leasingfirma herausgegeben. Ein weiterer in Italien geleaster Muldenkipper sollte über den Hamburger Hafen nach Ägypten gebracht werden. Außergewöhnlich war auch die Feststellung von zwei Sattelauflieger, für beide wurden die Leasingraten nicht bezahlt und waren somit sicherzustellen. 

Einige schöne Erfolge konnten bei der Überprüfung von Autotransporter Richtung Deutschland erzielt werden. So wurden acht Fahrzeuge transportiert, die ins Bundesgebiet verschoben werden sollten. Auf einem deutschen Autotransporter der von Griechenland nach Berlin unterwegs war, wurde ein BMW 650 i im Zeitwert von 60.000 Euro aufgeladen transportiert, der im Jahre 2009 in Erfurt gestohlen worden war. Ein Volltreffer war die Kontrolle eines italienischen Autotransporters. Von den acht aufgeladenen hochwertigen Kfz waren zwei Mercedes der ML-Klasse im Zeitwert von 100.000 Euro mit gefälschten Fahrzeugdokumenten unterwegs. Beide Fahrzeuge befinden sich wie die vorgenannten Beispiele auf dem hiesigen Verwahrplatz und warten auf die Abholung durch die Eigentümer.

Aber auch die enge Zusammenarbeit mit den Zulassungsstellen im Dienstbereich zahlte sich erneut aus. Als bei der Anmeldung eines Mercedes ML Unregelmäßigkeiten auftraten, stellten die Fahnder fest, das der Pkw den der Besitzer im Internet für 29.000 Eueo gekauft hatte, mit einem deutschen gestohlenen Fahrzeugbriefe ausgestattet war. Der gutgläubige Käufer wird den Kaufpreis wohl abschreiben können.

Ähnliches Pech hatte auch ein Deutscher, der ebenfalls im Internet einen hochwertigen Audi Quattro RS6 für 70.000 Euro gezahlt hatte. Der Pkw war im Januar 2011 in Rumänien gestohlen worden. Derzeit wird die komplizierte Eigentumsfrage geklärt.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahnung Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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