Angriff nach Spielende am Bahnhof

Polizei hatte viel Mühe mit den Problemfans

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Burghausen - Beim Drittligaspiel am Dienstagabend kam es zum Aufeinandertreffen zwischen Wacker und dem SSV Jahn Regensburg. Beide Fanlager gelten als besonders rivalisiert.

In der 3. Liga kam es am Dienstag zum Aufeinandertreffen des SV Wacker Burghausen mit dem SSV Jahn Regensburg. Zu größeren Zwischenfällen kam es am Rande der Partie zwar nicht, dennoch mussten die eingesetzten Polizeibeamten mehrere Personen festnehmen und die rivalisierenden Fanlager strikt trennen.

Nach Angaben des Heimvereins besuchten 2.600 Zuschauer die Wacker Arena, darunter gut 300 Anhänger der Regensburger. Beide Mannschaften trennten sich 2:2 unentschieden.

Hochrisikospiel

Weil das Verhältnis beider Fanlager zueinander seit Jahren eine besondere Brisanz birgt, war die Begegnung zuvor als Spiel mit hohem Risiko eingestuft worden. Wegen teils massiver Auseinandersetzungen in der Vergangenheit, hatte die Einsatzleitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd die Zahl der eingesetzten Beamten für dieses Spiel erhöht.

Mit Kollegen des eigenen Verbandes und Unterstützung durch Bereitschafts- und Bundespolizei ging es vor allem darum, die „Ultras“ beider Fanlager auf den An- und Abmarschwegen konsequent zu trennen, um Übergriffe zu verhindern. Im Stadion sollten neben den Polizeikräften auch noch knapp 90 Ordner und Angehörige von Sicherheitsdiensten für Sicherheit sorgen.

Bedrohungslage vor einer Gaststätte

Bereits lange vor Spielbeginn hatten sich Wacker-Anhänger vor einem Lokal versammelt, in dem sich "Problemfans" der Gästemannschaft getroffen hatten. Die Polizei konnte hier durch ihr schnelles Eingreifen Auseinandersetzungen verhüten. Drei Burghauser wurden im Stadtgebiet vor Spielbeginn kontrolliert und festgenommen, weil bei ihnen geringe Mengen von Drogen gefunden wurden.

Unter verbalen Provokationen begleiteten Landes- und Bundespolizeieinheiten gut 150 Gäste-Fans zum Stadion, die mit dem Zug angereist waren. Aus den Reihen der Regensburger Anhänger wurden noch vor Anpfiff der Partie zwei Männer festgenommen. Eine hatte Polizeibeamte beleidigt, bei einem anderen wurden zahlreiche, verbotene pyrotechnische Gegenstände gefunden.

Dass es auf beiden Seiten offenbar noch ganz Unverbesserliche gibt, zeigte die Tatsache, dass zu Spielbeginn auf der Tribüne der Wacker-Fans und zu Beginn der zweiten Halbzeit auch bei den Gäste-Anhängern Pyrotechnik gezündet wurde. Ein verantwortlicher Regensburger Fan konnte von der Polizei identifiziert und nach dem Spielende festgenommen werden. Ihn erwartet jetzt eine Anzeige nach dem Sprengstoffgesetz. 

Die Polizei toleriert das Abbrennen von Pyrotechnik („Bengalos“) in Fußballstadien nicht. Schon die flüchtige Berührung mit den bis zu 2000 Grad heißen Fackeln für einen kurzen Moment kann ausreichen, um die Kleidung zu entflammen oder schlimme Brandverletzungen zu verursachen!

Gäste-Fans am Bahnhof angegriffen

Nach Spielende wurden die Regensburger Anhänger von der Polizei zum Bahnhof begleitet, von wo aus sie um 22.00 Uhr zurückfuhren. Bis zu 70 Personen aus der Burghauser Fanszene hatten sich zuvor in Kleingruppen gesammelt und immer wieder provoziert. Am Bahnhof hatte eine Gruppe sogar drei Gäste-Fans angegriffen, die aus einem Geschäft gekommen waren.  Nachdem die Angegriffenen hinter die Polizeireihen geflüchtet waren, musste sogar der Schlagstock eingesetzt werden, um die Angreifer abzuwehren. Weil diese flüchteten, überprüfte die Polizei später im Umfeld die Personalien zahlreicher Personen.

Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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