Immer mehr Vandalismus

Wasserburg - Zum jährlichen Sicherheitsgespräch trafen sich bei der Polizei die Bürgermeisterin und Bürgermeister des Dienstbereiches. Bedenklich: Immer mehr Fälle von Vandalismus.

Von der Polizei Wasserburg waren der Dienststellenleiter, EPHK Brandt, sein Vertreter PHK Gottwald sowie POK Niessner als Verkehrsexperte anwesend.

Neben der vorgestellten Kriminalitätslage und Unfallentwicklung wurde auch über den zunehmenden Alkoholmissbrauch mit entsprechenden negativen Auswüchsen bei diversen Festen diskutiert und nach Lösungsmöglichkeiten gesucht.

Für 2009 meldet die Polizeiinspektion Wasserburg folgende Kriminalitätslage:

1417 Straftaten mussten 2009 bearbeitet werden. Dies war ein geringfügiger Anstieg von 35 Fälle bzw. 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aufgeklärt wurden 845 Delikte.

Gegenüber dem Vorjahr sind die Diebstähle mit insgesamt 463 Fälle ziemlich auf gleichem Niveau geblieben. 

Es mussten 83 (Vorjahr 81) Ladendiebstähle bearbeitet werden. Schwere Diebstähle gingen um 14,2 Prozent zurück. Einfache Diebstähle stiegen leicht von 305 auf 325 Diebstähle an. Diebstähle aus Wohnungen wurden in 18 Fällen (Vorjahr 26) zur Anzeige gebracht. Die Anzahl der Diebstähle aus Kraftfahrzeugen blieb mit 29 Fällen gleich. Diebstähle an Kraftfahrzeugen nahmen geringfügig von 27 auf 30 Straftaten zu. Gleich um 79,2 Prozent stiegen jedoch die Fahrraddiebstähle (48 auf 86 entwendete Fahrräder).

Die Gewaltkriminalität ist insgesamt um 15,7 Prozent gesunken. 137 (Vorjahr 155) vorsätzliche Körperverletzungsdelikte (minus 11,6 Prozent) und 52 (Vorjahr 44) gefährliche und schwere Körperverletzungsdelikte (plus 18,2 Prozent) kamen bei der Polizei Wasserburg zur Anzeige.

Ein teures Ärgernis bleibt der Vandalismus, da die Fälle von Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen von 84 auf 116 Straftaten (plus 38,1 Prozent) zunahmen. Alle Sachbeschädigungen zusammen stiegen von 202 auf 246 (plus 21,8 Prozent). Immerhin 23,3 Prozent der Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen und 20,7 Prozent der sonstigen Sachbeschädigungen konnten aufgeklärt werden.

Zudem stiegen die Vermögens- und Fälschungsdelikte um 50 Fälle (28,6 Prozent) auf 225 Fälle, was auf die steigende Internetkriminalität zurückzuführen ist.

Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden in 45 Fällen (Vorjahr 46) zur Anzeige gebracht.

Positiv bleibt noch zu erwähnen, dass sich keine Straftat gegen das Leben richtete. Auch Sexualdelikte wurden mit 8 Fällen (Vorjahr 23) relativ wenige begangen.

Die Jugendkriminalität ist mit einem Anteil von 29 Prozent seit Jahren sehr hoch. Sie konnte jedoch um gut drei Prozent gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden. Von den 672 ermittelten Tatverdächtigen waren 195 jünger als 21 Jahre.

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Wasserburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser