Weitere Kontrollen der Polizei in Raubling

80 Migranten im August auf Güterzügen erwischt

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Raubling - Die Zahl der Migranten scheint wieder anzusteigen. Zumindest bei den Kontrollen in Raubling. Daher kontrolliert die Bundespolizei ab Donnerstag weiter.

Die Bundespolizei setzt ab dem frühen Donnerstagmorgen die Güterzugkontrollen am Bahnhof in Raubling fort. Während der einzelnen Kontrollmaßnahmen sind die Bahnstrecken in Richtung Rosenheim beziehungsweise Kufstein aus Sicherheitsgründen gesperrt. Mit Auswirkungen auf den Personenverkehr muss daher gerechnet werden.

Laut Bundespolizeiinspektion Rosenheim sind diese Schwerpunktaktionen notwendig, um Gefahren für Leib oder Leben zu unterbinden. Migranten nutzen nach vorliegenden Erkenntnissen vermehrt die lebensgefährliche Fahrt mit Güterzügen, um nach Deutschland zu gelangen.

Hierzu verstecken sie sich überwiegend zwischen den Schienentransportwagen und den darauf abgestellten Lkw-Aufliegern. Im Juni war ein Migrant bei einer solchen Fahrt aller Wahrscheinlichkeit nach abgerutscht und auf Höhe Großkarolinenfeld ums Leben gekommen.

Allein im August hat die Rosenheimer Bundespolizei bislang rund 80 Migranten, die überwiegend aus afrikanischen Ländern stammen, bei Güterzugkontrollen gefunden. Das entspricht allein in diesem Monat dem vierfachen Wert des gesamten ersten Halbjahres.

Die festgestellten Personen befinden sich vielfach in einem schlechten gesundheitlichen Zustand. Sie sind bisweilen unterkühlt oder haben vereinzelt erhebliche Kreislaufprobleme.

Der Bahnhof in Raubling wird für die Güterzugkontrollen genutzt, da die örtlichen Gegebenheiten den einsatztaktischen Erfordernissen der Bundespolizei entsprechen und weil dort allen zu berücksichtigenden Sicherheitsaspekten Rechnung getragen werden kann.

Voraussichtlich wird ein Polizeihubschrauber den Einsatz zwischen Kiefersfelden und Raubling unterstützen. Angesichts der Folgen für den Zugverkehr und der durch den Flugbetrieb bedingten Geräuschentwicklung bittet die Bundespolizei die Bevölkerung um Verständnis.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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