Rumäne hatte zehn Pakistanis in Van gepfercht

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Raubling - Nicht weit hinter der Grenze war Endstation: Die Polizei stoppte einen Van, der völlig überladen war und dessen Fahrer auch noch abenteuerliche Ausreden ablieferte.

Bundespolizisten haben am Samstag, 29. November, einen 26-jährigen Rumänen hinter Gitter gebracht. Er steht unter Verdacht eine pakistanische Großfamilie mit einem Van über die A93 nach Deutschland eingeschleust zu haben. Die Bundespolizei ermittelt wegen Einschleusens von Ausländern.

Nahe der Rastanlage Reischenhart stoppten Rosenheimer Fahnder einen vollbesetzten Van mit italienischer Zulassung. Am Steuer saß ein rumänischer Staatsangehöriger. Im Fond des Wagens saßen dichtgedrängt zehn ausländische Personen. Im Gegensatz zum Fahrzeugführer hatten seine Begleiter keine Reisedokumente dabei. Bei den Mitfahrern handelte es sich um acht Erwachsene im Alter von 18 bis 53 Jahre sowie zwei Kleinkinder. Aufgrund des Schleusungsverdachts nahmen die Bundespolizisten alle elf Personen mit zur Dienststelle.

Dort berichteten die Geschleusten von ihrer Flucht über Libyen nach Europa. Für ihre Fahrt von Italien nach Deutschland sollte die pakistanische Großfamilie insgesamt 6.000 Euro zahlen. Das Familienoberhaupt gab an, über einen Mittelsmann an den Fahrer geraten zu sein.

Der Rumäne sagte hingegen aus, dass er für einen Landsmann dessen Fahrt übernommen hatte. Seinen Führerschein habe er vor drei Monaten bei der rumänischen Polizei abgeben müssen und nur aus Geldmangel noch nicht wieder abgeholt. Zudem sah er nicht ein, sich mit der Beförderung von zehn Personen in einem Siebensitzer strafbar gemacht zu haben. Den mutmaßlichen Schleuser erwartet ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern und Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Auf richterliche Anordnung hin wurde der 26-Jährige in der Justizvollzugsanstalt Traunstein in Untersuchungshaft genommen. Seine „Fahrgäste“ konnten der Erstaufnahmeeinrichtung in München zugeleitet werden.

Pressemeldung Bundespolizei

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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