"Rollende Bombe": Lkw gestoppt

Raubling - Das hätte böse ausgehen können: Ein litauischer Lkw hatte seine Sprengstoffladung so schlecht gesichert, dass jederzeit Füllgut hätte austreten können!

Im Rahmen einer Verkehrskontrolle durch den Gefahrguttrupp des Präsidiums Oberbayern Süd bei der Verkehrspolizei Rosenheim, stellten die Beamten einen litauischen LKW fest, der mit Treibladungspulver beladen war.

Schon bei der ersten Inaugenscheinnahme stellte die Polizeibeamten fest, dass die Ladungssicherung in keinster Weise den internationalen Vorschriften des Gefahrgutrechtes entsprach. Teilweise waren die Pulverfässer lose auf die Ladefläche gestellt. Durch das Stapeln von anderen Paletten wurden die Pulverfässer eingedrückt, so dass jederzeit mit einem Austritt von Füllgut zu rechnen war.

Die weitere Kontrolle brachte Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht und die ordnungsgemäße Ausstellung des Begleitpapiers zum Vorschein. Da der Umgang mit Sprengstoff in Deutschland unter besonderen Sicherheitsvorschriften unterliegt, gestaltete sich die Suche nach einem Verlader, der eine ordnungsgemäße Sicherung herbeiführen soll, ziemlich schwierig.

Ein Pulverhersteller aus Aschau am Inn erklärte sich bereit, die Sicherung zu übernehmen und das Fahrzeug wieder verkehrssicher zu machen. Die Polizei musste das Fahrzeug unter Begleitung vom Kontrollort nach Aschau verbringen und die Sicherungsmaßnahmen überwachen.

Gegen den Verlader und Absender in Italien wurde Anzeige wegen Verstöße nach dem Gefahrgutrecht erhoben. Beide mussten eine Sicherheit in Höhe von 1300 Euro bei der Polizei hinterlegen. Weiter musste die italienische Firma die Kosten für die Umladung und die Sicherstellung des Fahrzeuges tragen. Der 45-jährige litauische Fahrer wurde ebenfalls zur Anzeige gebracht und musste eine Sicherheit in Höhe von 300 Euro hinterlegen. Neben der Polizei prüft auch der deutsche Zoll noch mögliche Verstöße durch den italienischen Verlader.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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