Allein im Reisebus: Somalier aufgegriffen

Raubling/Rosenheim – Ein alleinreisender, jugendlicher Somalier wurde in einem Reisebus mit falschen Papieren aufgegriffen. Er wollte in Deutschland ein besseres Leben beginnen.

Bundespolizisten haben am Donnerstag, den 13. November, einen alleinreisenden Jugendlichen auf der A93 in Gewahrsam genommen. Mit falschen Dokumenten, die ihn als doppelt so alt auswiesen, war der 14-Jährige mit dem Bus aus Italien eingereist. Die Bundespolizei ermittelt gegen die Hintermänner.

Rosenheimer Fahnder stoppten auf Höhe Raubling einen italienischen Reisebus. Einer der Insassen legte einen italienischen Fremdenpass vor. Die Beamten erkannten das Dokument als Fälschung und nahmen den Mann mit zur Dienststelle. Dort stellten sie fest, dass es sich bei dem angeblich 28-jährigen Nigerianer tatsächlich um einen nur halb so alten Somalier handelt. Der eigentlich erst 14 Jahre alte Junge gab an, bereits seit mehreren Monaten durch Schleuserhände von Somalia in Richtung Deutschland unterwegs zu sein. Er wolle seine Mutter und seine neun Geschwister finanziell unterstützen und auch für sich selbst eine bessere Zukunft. Den falschen Pass habe er von einem somalischen Schleuser für 1.200 Dollar erworben. Da er noch nie ein Ausweisdokument gesehen habe, sei er in gutem Glauben mit den italienischen Papieren gereist. Sein Onkel habe die Schleusung bis nach Italien finanziert. Dort sei es dann ein Leichtes gewesen, einen weiteren Schleuser Richtung Deutschland zu finden.

Die Bundespolizisten übergaben den Jugendlichen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die Obhut des Rosenheimer Jugendamtes. Die Ermittlungen gegen die Urkundenfälscher laufen.

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © BPI Rosenheim

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