Untersuchungshaft statt Prüfungsstress

Rosenheim - Ein 24-jähriger Peruaner war Mitte Juni von der Polizei geschnappt worden und hatte ein ganzes Studienjahr vergeigt. Was er angestellt hatte:

Am Dienstag, 21. August, hat das Rosenheimer Amtsgericht einen peruanischen Schleuser verurteilt. Er erhielt eine siebenmonatige Freiheitsstrafe, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Was ein Gefängnisaufenthalt bedeutet, hat der Student in rund zwei Monaten Untersuchungshaft erfahren.

Über diese „verlorene Zeit“ dürfte er sich richtig geärgert haben. Der 24-Jährige wurde Mitte Juni von Schleierfahndern auf der Inntalautobahn nahe Kiefersfelden angehalten. Mit seinem Pkw beförderte er vier afghanische Staatsangehörige nach Deutschland. Er gab zunächst an, die vier zufällig getroffen und aus Gefälligkeit mitgenommen zu haben. Keiner der Afghanen hatte Papiere dabei.

Ermittlungen der Rosenheimer Bundespolizei zufolge kassierte der Peruaner seine Mitfahrer für den illegalen Fahrdienst ab. Er wurde wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt und auf richterliche Anordnung hin in Untersuchungshaft genommen. Vor Gericht kamen dem jungen Mann das Geständnis und die zweimonatige Untersuchungshaft zugute. Abgesehen von der verhängten Bewährungsstrafe dürfte er sich jedoch über die verlorenen Monate so richtig geärgert haben.

Während er sich in Haft befunden hatte, versäumte er wichtige Prüfungen. Dadurch wurde er um ein ganzes Studienjahr zurückgeworfen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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