Afrikanische Flüchtlinge gestoppt

Rosenheim - Schleierfahnder stoppten einen Reisebus mit Männern aus Afrika, die aus Italien illegal eingereist waren. Die Männer wollten in Deutschland arbeiten und leben.

Am Dienstag, den 19. März haben Schleierfahnder kurz nach dem Inntaldreieck einen Reisebus mit deutscher Zulassung gestoppt. Für sechs afrikanische Fahrgäste war mit der Kontrolle die Fahrt Richtung München beendet. Obwohl sie unbedingt nach Deutschland wollten, bekamen sie es schon bald nach ihrer Einreise mit der Bundespolizei zu tun. Bei der Überprüfung der Businsassen trafen die Raublinger Fahnder auf Männer aus Mali, Nigeria, Niger, und dem Tschad. Wie sich herausstellte, handelte es sich um Flüchtlinge, die ursprünglich von Italien aufgenommen worden waren.

Eigenen Angaben zufolge zogen sie es inzwischen aber vor, in Deutschland ihren Lebensmittelpunkt zu begründen. Offenbar hatten sie sich von italienischen Behörden einen Fremdenpass und eine Aufenthaltserlaubnis geben lassen. Mit diesen Papieren hätten sie auch vorübergehend in der Bundesrepublik bleiben dürfen – aber eben nur vorübergehend. Das Vorhaben der sechs im Alter von 23 bis 30 Jahren, ab sofort in Deutschland zu leben und zu arbeiten ging deutlich über einen kurzfristigen Aufenthalt hinaus.

Die Rosenheimer Bundespolizei veranlasste, dass fünf der sechs Afrikaner wieder nach Italien zurück mussten. Einer von ihnen wurde vorerst einer Münchner Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge zugeleitet. Für den Versuch, ohne die erforderlichen Papiere im Land Fuß zu fassen, erhielten alle sechs eine Strafanzeige wegen illegaler Einreise.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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