Falsche TÜV-Plaketten aufgeklebt

Rosenheim - Bei einer Kontrolle entdeckte die Polizei am Wochenende an einem Auto etwas seltsam wirkende Zulassungsstempel...

Gegen 17 Uhr fiel den Beamten ein auf der Münchener Autobahn fahrender Kleinwagen auf. Dem geschulten Auge der Verkehrspolizisten entging dabei nicht, dass der an dem Kennzeichen angebrachte Zulassungsstempel stark verwaschen schien.

Bei der im Anschluss im Gemeindebereich von Weyarn durchgeführten Kontrolle bestätigte sich der anfängliche Verdacht. Wie die weiteren Ermittlungen ergaben, wurde das Fahrzeug bereits im Juli letzten Jahres auf Anordnung der Zulassungsbehörde von der Polizei zwangsentstempelt. Die Versicherung kündigte im Vorfeld den erforderlichen Haftpflichtversicherungsvertrag, nachdem die Fahrzeughalterin die Versicherungsprämien nicht mehr bezahlen konnte.

Da die 35-jährige Arzthelferin aber auf das Auto angewiesen war, erstellte sie täuschend echt aussehende Zulassungsstempel und Prüfplaketten. Im Anschluss klebte sie diese auf das Kennzeichenpaar und konnte somit seit mehr als einem halben Jahr unauffällig mit dem nicht zugelassenen Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen. Über mögliche strafrechtliche Folgen oder zivilrechtliche Forderungen im Schadensfall machte sie sich keine Gedanken.

Die geständige Fahrerin händigte im Rahmen einer Durchsuchung noch mehrere „Reserveplaketten“ aus. Wegen Urkundenfälschung, Fahren ohne Versicherungsschutz, Steuerhinterziehung und diverser Verkehrsordnungswidrigkeiten wird sie nun aber dennoch mit einer enormen Geldstrafe rechnen müssen. Welcher Auswirkungen das Fehlverhalten auf ihren Führerschein hat, kann erst nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen gesagt werden.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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