Unerlaubte Einreise mit gefälschtem Visum

+

Rosenheim/Brannenburg - Die Bundespolizei hat wegen Urkundenfälschung und Beihilfe zur unerlaubten Einreise zwei Iraker vorläufig festgenommen.

Am frühen Montagmorgen (23. April) hat die Bundespolizei auf der A 93 nahe Brannenburg zwei Iraker vorläufig festgenommen. Die Bundespolizei ermittelt wegen Urkundenfälschung und Beihilfe zur unerlaubten Einreise.

Kurz nach Mitternacht hatten Rosenheimer Bundespolizisten auf der Inntalautobahn die Insassen eines Pkw mit deutschem Kennzeichen kontrolliert. Der 38-jährige Fahrer, ein Iraker, wies sich mit einem gültigen deutschen Flüchtlingspass aus. Seine 25-jährige Begleiterin händigte den Fahndern einen irakischen Pass mit einem deutschen Visum aus. Der Verdacht der Beamten, dass mit den Papieren der Frau etwas nicht stimmte, bestätigte sich bei der genauen Kontrolle. Am Visum waren Veränderungen vorgenommen worden. Zudem war der Aufenthaltstitel als gestohlen gemeldet.

Bei der Vernehmung gab die Frau zu, sich das falsche Visum in ihrem Heimatland besorgt zu haben, um nach Deutschland reisen zu können. Die Beamten nahmen die beiden vorläufig fest. Die Irakerin erwartet ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung und unerlaubter Einreise. Sie wurde nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen an eine zentrale Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge weitergeleitet. Der irakische Staatsangehörige steht im Verdacht, der Frau bei ihrer illegalen Einreise geholfen zu haben. Wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise wird er sich verantworten müssen.

Auf Anordnung der Traunsteiner Staatsanwaltschaft musste der 38-Jährige für das anstehende Strafverfahren 600 Euro als Sicherheit hinterlegen. Da er einen Wohnsitz in München hat, durfte er die Dienststelle freien Fußes verlassen.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser