Dreiste Urkundenfälscher entlarvt

Rosenheim - Die Bundespolizei ermittelt gegen Urkundenfälscher, die falsche italienische Aufenthaltsgenehmigungen vorzeigten, sowie die unbekannten Schleuser die dahinter stecken.

Mit gefälschten Papieren wollten sich drei Frauen aus Eritrea und ein junger Äthiopier den Aufenthalt in Deutschland erschleichen. Allerdings haben sich die Fahnder auf der Inntalautobahn am Montag, den 15. Juli, von den Dokumenten aus der Fälscherwerkstatt nicht täuschen lassen. Die Rosenheimer Bundespolizei ermittelt wegen unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung.

Nahe Oberaudorf zogen Bundespolizisten einen polnischen Linienbus aus dem Verkehr. Zwei eritreische Staatsangehörige, 21 und 28 Jahre alt, wiesen sich mit italienischen Aufenthaltsgenehmigungen aus. Die Beamten erkannten sofort, dass es sich um Fälschungen handelte. Für die beiden Afrikanerinnen war die Busfahrt Richtung München damit beendet. Sie wurden in Gewahrsam genommen und zu ihrer illegalen Einreise nach Deutschland befragt.

Fast zeitgleich kontrollierten Raublinger Schleierfahnder die Insassen eines zweiten Reisebusses aus Polen. Für eine weitere Eritreerin, 25 Jahre, und einen 15-jährigen Äthiopier war ebenfalls auf Höhe Oberaudorf Reiseende. Auch ihre italienischen Papiere konnten rasch als Fälschungen entlarvt werden. Sie wurden zur Rosenheimer Bundespolizei gebracht. Von dort aus kam der Jugendliche in die Obhut des Jugendamtes.

Die Frauen gaben an, dass die Schleusung nach Europa pro Person bis zu 2000, die gefälschten Papiere mehrere hundert Euro gekostet hätten. Zwei der drei Afrikanerinnen mussten jeweils 200 Euro als Sicherheit für die anstehenden Strafverfahren wegen Urkundenfälschung und unerlaubter Einreise hinterlegen. Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vorerst der Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet.

Die dritte Eritreerin musste sich am Dienstag auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft aufgrund der klaren Beweislage in einem sogenannten „beschleunigten Verfahren“ am Traunsteiner Amtsgericht verantworten. Wegen der illegalen Einreise mit den gefälschten Papieren wurde sie zu einer Geldstrafe verurteilt. Da sie diese nicht begleichen konnte, blieb ihr nichts anderes übrig, als ersatzweise eine 70-tägige Freiheitsstrafe in einer Haftanstalt anzutreten.

Die Bundespolizei hat inzwischen die Ermittlungen gegen die unbekannten Schleuser und Urkundenfälscher im Hintergrund aufgenommen.

Pressemitteilung: Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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