Afrikaner im illegalen Einreisefieber

Rosenheim - Eritrea, Italien, Deutschland: Immer wieder versuchen Flüchtlinge mit gefälschten Papieren über die Route einzureisen. Die Polizei griff jetzt wieder durch.

Die Rosenheimer Bundespolizei ermittelt seit Mittwoch (21. August) gegen zwei Eritreer, die im Verdacht stehen 16 Landsleute in zwei Gruppen nach Deutschland geschleust zu haben. Nach ersten Erkenntnissen wurden die Afrikaner auf ihrer letzten Etappe von Italien aus nach Deutschland gebracht. Fahnder hatten sie auf der A 8 nahe Bad Aibling beziehungsweise auf der A 93 bei Kiefersfelden gestoppt.

Im ersten Fall wurden Raublinger Schleierfahnder auf der Autobahn Richtung München auf einen deutschen Mietwagen aufmerksam. Im Fahrzeug befanden sich insgesamt elf Personen. Der Fahrer, ein anerkannter Asylbewerber, konnte sich mit deutschen Papieren ordnungsgemäß ausweisen. Er stammt ursprünglich aus Eritrea. Seine zehn eritreischen Begleiter hatten keine Ausweise dabei. Ob es sich bei den vom Fahrzeugführer mitgeführten 4.400 Euro um den Schleuserlohn handelte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Bundespolizei.

Auf der Inntalautoahn zogen die Fahnder im zweiten Fall einen Reisebus mit polnischer Zulassung aus dem Verkehr. Unter den Fahrgästen befanden sich sieben eritreische Staatsangehörige, von welchen sich nur einer ordnungsgemäß ausweisen konnte. Die anderen Personen hatten italienische Papiere dabei, die sich alle als Fälschungen erwiesen. Die Bundespolizei geht davon aus, dass der 33-Jährige mit echtem italienischem Fremdenpass der Schleuser der anderen Eritreer war.

Die Geschleusten gaben an, dass sie sich vor ihrer Fahrt nach Deutschland schon einige Zeit in Italien aufgehalten hätten. Entsprechende Belege für den genannten Aufenthalt fanden die Beamten allerdings nicht. Zumindest lagen bei den italienischen Behörden keine Fingerabdrücke dieser Personen vor. Die Flüchtlinge wurden an die Münchner Aufnahmestelle des Bundesamtes für Migration weitergeleitet. Hingegen müssen die mutmaßlichen Schleuser der Bundespolizei in Rosenheim noch für weitere Ermittlungen zur Verfügung stehen. Sie wurden beide verhaftet. Über ihre Entlassung wird das zuständige Gericht entscheiden.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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