Mutmaßliche Schleuserin verhaftet

Rosenheim - Die Bundespolizei ermittelt gegen eine Ukrainerin. Sie steht im Verdacht, einem Syrer und drei Irakern zur illegalen Einreise verholfen zu haben.

Schleierfahnder kontrollierten die ukrainische Staatsangehörige auf der Inntalautobahn in einem Bus aus Italien. Bei der Überprüfung ihrer Papiere fiel den Beamten auf, dass die 35-Jährige einen Busfahrschein für insgesamt fünf Personen gelöst hatte. Schnell war klar, um welche vier weiteren Fahrgäste es sich handelte: es waren drei Jugendliche aus dem Irak, 14, 16, und 17 Jahre alt, und ein 34-jähriger aus Syrien. Keiner von ihnen konnte sich ausweisen. Die minderjährigen Iraker gaben an, Brüder zu sein.

Der Syrer musste ersten Ermittlungen zufolge seinen Schleusern rund 2.500 Euro für die Flucht aus der Heimat zahlen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen leitete die Rosenheimer Bundespolizei die vier einer zentralen Anlaufstelle für Flüchtlinge zu. Gegen die Ukrainerin laufen die Ermittlungen wegen Einschleusens von Ausländern. Sie wird beschuldigt, zumindest eine Etappe der Schleusungen mit organisiert zu haben. Bundespolizisten führten die Frau beim Traunsteiner Amtsgericht vor. Der Richter ordnete die Untersuchungshaft an.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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