Illegale Reise endet am Inntaldreieck

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Rosenheim - Die Reise für neun Afrikaner endete am Montag beim Inntaldreieck. Bundespolizisten stoppten den Reisebus, mit dem die Männer und Frauen illegal einreisen wollten.

Am Montagnachmittag, 25. Juni, hat das Rosenheimer Amtsgericht zwei Ghanaer wegen Urkundenfälschung verurteilt. Gegen einen Landsmann und einen Nigerianer verhängte das Gericht bereits am Samstag die Untersuchungshaft. Die vier waren zusammen mit fünf weiteren Afrikanern am Wochenende von der Bundespolizei bei Rosenheim in Gewahrsam genommen worden. Sie kamen in Bussen teils ohne die erforderlichen, teils mit gefälschten Papieren nach Deutschland. Vier der neun unerlaubt Eingereisten wurden auf richterliche Anordnung hin ins Gefängnis eingeliefert.

Fahnder der Bundespolizei haben auf der A 93 und der A 8 nahe dem Inntaldreieck zwei Reisebusse aus Italien gestoppt. Wie sich herausstellte, benutzen gleich mehrere Personen den jeweiligen Bus zur illegalen Einreise in die Bundesrepublik: Fünf konnten sich nicht ordnungsgemäß ausweisen, vier versuchten, die Beamten mit gefälschten italienischen Dokumenten zu täuschen. Die Bundespolizisten entlarvten jedoch die Fälschungen. Nach ersten Erkenntnissen stammten die Festgenommenen ursprünglich aus Eritrea, Nigeria, Ghana und Benin. Es handelte sich eigenen Angaben zufolge um Erwachsene im Alter zwischen 21 und 50 Jahren sowie eine 15-jährige Eritreerin.

Bis auf die vier Männer mit den Fälschungen mussten alle das Land mit einer Strafanzeige wegen unerlaubter Einreise im Gepäck wieder verlassen. Die mutmaßlichen Urkundenfälscher hingegen wurden beim Amtsgericht Rosenheim vorgeführt. Zwei von ihnen wurden auf Anordnung des Ermittlungsrichters in Untersuchungshaft genommen. In diesen Fällen dauern die Nachforschungen der Bundespolizei noch an. Die anderen beiden mussten unmittelbar nach Abschluss des Gerichtsverfahrens eine 90-tägige Haftstrafe antreten.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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