Schleppertour am Inntaldreieck beendet

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Rosenheim - Am Sonntag hat die Bundespolizei auf der A8 nahe Rosenheim einen mutmaßlichen Schleuser verhaftet. Ziel der illegalen Tour war München.

Der Italiener wurde gestoppt, nachdem er mit seinem Pkw einen minderjährigen Afghanen und einen Somalier ins Land gebracht hatte. Kurz nach dem Inntaldreieck zogen die Rosenheimer Fahnder einen Wagen mit italienischer Zulassung aus dem Verkehr. Einer der drei Insassen, eigenen Angaben zufolge ein 13-Jähriger aus Afghanistan, hatte keine Papiere dabei. Die Bundespolizisten erkannten, dass sich der zweite Mitfahrer mit dem somalischen Pass einer anderen Person auswies. Den Beamten entging außerdem nicht, dass in dem Dokument sogar ein gefälschter Stempel angebracht worden war. Der Afrikaner bestand zunächst darauf, erst 16 Jahre alt zu sein. Ersten Nachforschungen zufolge war seine Altersangabe aber lediglich ein Täuschungsversuch. Die Ermittler fanden heraus, dass er 20 Jahre alt ist und sich bereits in Italien in einem Asylverfahren befindet. Er wurde wegen unerlaubter Einreise und Ausweismissbrauchs angezeigt.

Der 13-jährige Afghane konnte inzwischen der Obhut des Jugendamts anvertraut werden. Dagegen muss sich der Somalier darauf einstellen, nach Italien zurückkehren zu müssen. Der italienische Fahrzeugführer erklärte bei der Bundespolizei, dass er den beiden lediglich eine Mitfahrgelegenheit nach München bieten wollte. Für ihre Papiere habe er sich nicht interessiert. Er durfte am Montag nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seine Fahrt zu seiner Münchner Wohnung fortsetzen. Allerdings wird er sich schon bald mit einer Strafanzeige wegen Einschleusens von Ausländern auseinandersetzen dürfen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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