Zuviel Lärm: Mann schlägt Buben (3)

Rosenheim - In Rosenheim war die Zugfahrt für einen rabiaten Karlsruher zu Ende, der im Fernreisezug gegen einen kleinen Jungen handgreiflich wurde:

Spielende Kinder sind nicht jedermanns Sache. Aber lautes Herumtollen ist noch lange kein Grund für eine Körperverletzung. Die Bundespolizei hat am Sonntag, 12. August, in Rosenheim einen Mann verhaftet, der ein Kleinkind attackierte, weil er sich von diesem im Zugabteil gestört fühlte. Als die Mutter des angegriffenen Kindes einschritt, richtete er seine Aggression auch gegen sie. Im Eurocity von Salzburg nach München wurde ein erwachsener Fahrgast gegen einen Dreijährigen handgreiflich. Offenbar war ihm der kleine Junge einfach zu laut. Ersten Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge schlug er auf das Kind ein, so dass es auf den Boden fiel. Durch den Aufprall erlitt es Prellungen im Gesicht.

Als die besorgte Mutter eingriff und den aggressiven Deutschen zur Rede stellte, verpasste dieser der 36-Jährigen einen Schlag ins Gesicht. Die verständigte Bundespolizei nahm den mutmaßlichen Schläger beim Zughalt in Rosenheim vorläufig fest. Der renitente Karlsruher rechtfertigte sein Handeln mit der Beeinträchtigung, die er durch den Lärm des spielenden Kindes habe erdulden müssen. Er habe dem Buben außerdem nur einen „leichten Klaps“ verpasst. Die Rosenheimer Bundespolizei zeigte den 40-Jährigen wegen Körperverletzung an. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Auf ihn wird voraussichtlich schon bald ein Strafverfahren zukommen.

Pressemeldung Bundespolizei

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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