Über 240 Illegale allein im November

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Rosenheim - Am ersten Adventswochenende schnappte die Bundespolizei wieder zahlreiche illegal Eingereiste - rund 40 Personen!

Einige von ihnen hatten sich kriminellen Schleusern anvertraut. Andere setzten auf gefälschte Ausweise, scheiterten jedoch an den versierten Beamten. Die zahlreichen Aufgriffe vom Wochenende schließen nahtlos an die Entwicklung des Vormonats an. Über 240 Fälle illegaler Einreise hatte die Bundespolizeiinspektion Rosenheim allein im November zu bearbeiten.

Auf der A93 bei Flintsbach stoppten die Schleierfahnder am Samstag einen Pkw mit fünf Insassen. Neben dem 20-jährigen Fahrer und dem 21-jährigen Beifahrer, beide aus Schweden, waren drei Jugendliche ohne Ausweise im Wagen. Sie gaben an, aus Afghanistan zu stammen und 15 bis 16 Jahre alt zu sein. Nach ersten Erkenntnissen der Rosenheimer Bundespolizei wurden sie für insgesamt 12.000 Euro über den Zeitraum von zwei Monaten etappenweise nach Deutschland geschleust. Das Jugendamt nahm sich inzwischen dem 15-Jährigen an. Die zwei 16-Jährigen wurden der Münchner Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet. Auf Anordnung des Amtsgerichts Rosenheim mussten die Schweden die Untersuchungshaft antreten. Sie werden der Schleuserei beschuldigt.

Auch einem Italiener, 34 Jahre, und einem Deutschen, 18 Jahre, wirft die Bundespolizei vor, mehrere Ausländer illegal ins Land gebracht zu haben. Sie wurden ebenfalls auf der Inntalautobahn nahe Oberaudorf angehalten. Bei den Geschleusten handelt es sich um eine fünfköpfige syrische Familie. Die Ausweise der Syrer waren teilweise verfälscht, teilweise total gefälscht. Den Ermittlungen zufolge hatten sie bereits in Italien Asyl beantragt. Daher werden sie auch dorthin zurückkehren müssen. Auf ihre mutmaßlichen Schleuser, deren Adressen in Italien und Deutschland behördlich bekannt sind, kommt voraussichtlich jeweils ein Strafverfahren zu.

Neben Syrien und Afghanistan sind die Herkunftsländer der 38 am Wochenende unerlaubt eingereisten Personen unter anderem Irak, Pakistan, China, Ägypten, Äthiopien, Sudan, Togo, Somalia, Eritrea und Kamerun. Neun von ihnen wurden zurückgeschoben, alle anderen der Obhut der Aufnahmestelle für Flüchtlinge anvertraut. Laut Bundespolizeiinspektion Rosenheim bewegen sich die Zahlen der Schleusungen, Urkundenfälschungen und illegalen Einreisen schon seit mehreren Monaten auf sehr hohem Niveau. Seit September wurden jeden Monat über 200 unerlaubt Eingereiste in Gewahrsam genommen und einem geordneten Verfahren zugeführt. Im November waren es schon mehr als 240 Fälle.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Polizei

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser