Verloren, versteckt, gefälscht

Kiefersfelden - Die Polizei stoppte auf der A93 einen französischen Wagen. Bei der anschließenden Befragung verstrickte sich der rumänische Insasse schnell in Widersprüche.

Ein Rumäne mit einem in Frankreich zugelassenen Auto konnte den Schleierfahndern der Polizei Fahndung Rosenheim nur Kopien seines rumänischen Führerscheins vorlegen. Das Original sei ihm in Frankreich gestohlen worden. Die Wahrheit sah aber anders aus.

Auf der Inntalautobahn reiste der 53-jährige Rumäne mit seinem in Frankreich zugelassenen Auto, Opel Meriva, bei Kiefersfelden ein. Das eigentliche Ziel war sein Heimatort Bukarest. Bei der Kontrolle konnte er den Schleierfahndern nur Kopien seiner rumänischen Fahrerlaubnis vorzeigen.

Begründung: „Ich wurde in Frankreich bestohlen. Mein Führerschein ist dabei mit abhanden gekommen.“ Das erschien den Polizeibeamten „schleierhaft“. Eine kurze Durchsuchung des Fahrzeuges durch die erfahrenen Fahnder brachte das angeblich gestohlene Dokument in Kürze zu Tage. Auch der Grund für die Lüge kam schnell ans Tageslicht. Der rumänische Führerschein war totalgefälscht.

Da der Rumäne die Fachkenntnis der bayerischen Schleierfahnder fürchtete, hoffte er mit dem Vorzeigen einer schlechten Kopie mehr Chancen zur Täuschung zu haben. Die Rechnung ging jedoch nicht auf.

Bei der anschließenden Anzeigenerstattung nannte er auch den Grund für seine Tat: „Ich verursachte vor zwölf Jahren in Bukarest einen schweren Verkehrsunfall, musste meinen Führerschein abgeben und habe bis heute die Strafe nicht bezahlt.“ Mit dieser Aussage gab es die Fahrerlaubnis natürlich auch nicht zurück.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser