24.000 Dollar für illegale Einreise

Rosenheim - Endstation Rosenheim: Fünf Iraker sind in der Nacht vor Fronleichnam im EuroCity illegal nach Deutschland eingereist.

Zwei von ihnen sind noch minderjährig. Die Bundespolizei geht davon aus, dass sie von der Türkei aus geschleust worden waren.

Beamte der Polizeiinspektion Fahndung kontrollierten die fünfköpfige Personengruppe im EuroCity auf Höhe Oberaudorf. In Rosenheim hieß es dann für die drei Männer und die beiden Buben: „Alle aussteigen, bitte!“ Keiner von ihnen hatte einen Pass oder eine Genehmigung für den Aufenthalt in Deutschland. Eigenen Angaben zufolge handelte es sich um irakische Staatsangehörige. Die eingeschaltete Bundespolizei fand heraus, dass die drei Erwachsenen im Alter von 22, 26 und 29 Jahren sowie die beiden Kinder, 13 und 14 Jahre alt, bereits in Italien in den Fernreisezug eingestiegen waren. Offenbar waren sie zuvor von der Türkei aus nach Europa geschleust worden. Ersten Erkenntnissen zufolge kostete die Schleusung für diese Gruppe insgesamt 24.000 Dollar. Die Rosenheimer Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen Schleuserei aufgenommen.

Da der Älteste der Iraker im Verdacht steht, bei der Organisation der illegalen Einreisen mitgewirkt zu haben, wurde er wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt. Im Anschluss an die bundespolizeilichen Vernehmungen konnte er zusammen mit seinen beiden erwachsenen Landsleuten am Donnerstag einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet werden. Die zwei Jungen wurden der Obhut des Rosenheimer Jugendamtes anvertraut.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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