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Taxifahrer gibt sich ahnungslos: Haft

Rosenheim - Völlig ahnungslos hat sich ein italienischer Taxifahrer und mutmaßlicher Schleuser bei seiner Festnahme am Dienstag auf der A 8 gezeigt:

Auf Höhe des Inntaldreiecks wurden Fahnder der Bundespolizei auf ein Taxi mit italienischer Zulassung aufmerksam. Der voll besetzte Pkw war Richtung München unterwegs. Nachdem das Auto aus dem Verkehr gezogen worden war, kontrollierten die Beamten die fünf Insassen. Am Steuer saß ein in Marokko geborener Italiener, der sich ordnungsgemäß ausweisen konnte. Seine vier Fahrgäste hatten hingegen keine Papiere dabei. Sie gaben an, aus Syrien beziehungsweise dem Libanon zu stammen.

Auf den Vorwurf der Schleuserei reagierte der Taxifahrer überrascht. Er habe von Innsbruck aus lediglich eine ganz normale Beförderungsfahrt durchgeführt. Erste Ermittlungen der Rosenheimer Bundespolizei brachten jedoch ans Licht, dass der 30-Jährige der Frau und den drei Männern bereits auf italienischem Boden den Zustieg ermöglichte. Für seine Dienste verlangte der Fahrer mit italienischer Taxilizenz pro Person 300 Euro. Er wurde wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt und auf richterliche Anordnung hin in Traunstein in Untersuchungshaft genommen.

Seinen einkassierten Schleuserlohn stellten die Beamten sicher. Von den vier Mitfahrern wurde lediglich einer, ein 30-jähriger Syrer, der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zugeleitet. Die anderen, ein 30-jähriger Libanese und ein syrisches Paar, 40 und 60 Jahre alt, werden das Land voraussichtlich wieder in Richtung Italien verlassen müssen, da sie Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge dort bereits Asyl beantragt hatten.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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