Acht Jahre mit falschen Papieren unterwegs

Rosenheim - Die Bundespolizei hat einen Iraker angezeigt, der acht Jahre lang mit falschen Papieren auf Reisen war.

Bei seiner Fahrt von Italien nach Deutschland flog der Schwindel auf. Schleierfahnder nahmen den Mann am Donnerstag (13. September) im Nachtzug nahe Rosenheim fest.

Beamte der Polizeiinspektion Fahndung kontrollierten den irakischen Staatsangehörigen im Fernreisezug von Verona Richtung München. Das Visum, das er dabei hatte, war lediglich für Italien, nicht aber für Deutschland gültig. Bei der Durchsuchung seines Gepäcks stießen die Fahnder auf einen irakischen Reisepass und einen internationalen Führerschein. Beide Dokumente waren gefälscht.

Gegenüber Ermittlern der Rosenheimer Bundespolizei beteuerte der 43-Jährige, dass er von der Echtheit seiner Papiere überzeugt sei. Schließlich wäre er mit diesen schon jahrelang unterwegs gewesen. Tatsächlich belegten Stempel und Visa im Pass, dass er die Fälschung schon mindestens seit acht Jahren benutzt hat. Als ihn die Bundespolizisten mit den eingefügten falschen Seiten konkret konfrontierten, hatte er allerdings nichts mehr entgegenzusetzen.

Später räumte er außerdem ein, dass ihm ein Landsmann den Führerschein „besorgt“ hätte. Mit einer Strafanzeige im Reisegepäck musste er das Land wieder Richtung Italien verlassen. Für das anstehende Strafverfahren wegen illegaler Einreise und Verschaffens falscher amtlicher Ausweise hatte er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft vorab eine Sicherheit in Höhe von 1.000 Euro zu hinterlegen.

Pressebericht Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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