Arbeitsreiche Nacht für Rosenheimer Polizei

Kolbermoorer (28) sieht Ampel nur als Anhalt an

Rosenheim - Eine Vielzahl an Verkehrsdelikten mussten die Rosenheimer Beamten in der vergangenen Nacht bearbeiten. Neben alkoholisierten und zu schnellen Autofahrern war einer gleich ganz ohne Führerschein unterwegs.

Eine Vielzahl von Verkehrsverstößen beschäftigte die Rosenheimer Polizei in der Nacht von Sonntag auf Montag.

Alkoholisierte Autofahrer

Angefangen hatte es gegen 22.30 Uhr mit einem 51-jährigen Stephanskirchener, der auf der Simsseestraße in Stephanskirchen einer allgemeinen Verkehrskontrolle unterzogen wurde. Bei ihm wurde Alkoholgeruch wahrgenommen. Ein Atemalkoholtest ergab über 0,5 Promille Alkohol. Ihn erwarten ein Bußgeld, Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot.

Wenig später wurde in Rosenheim im Bereich der Rathausstraße durch eine Streife der Rosenheimer Polizei ein Fahrradfahrer festgestellt, der die komplette Straße - auch die Gegenfahrbahn - für seine Fahrt brauchte. Der Grund war schnell gefunden, denn der 48-jährige Rosenheimer war stark betrunken. Ein Atemalkoholtest ergab über zwei Promille. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr. Die Führerscheinstelle wird prüfen, ob er seinen Führerschein auch weiterhin behalten kann.

Ohne Führerschein unterwegs

Dass der Führerschein zum Autofahren benötigt wird, ist kein großes Geheimnis und die "Führerschein-Aspiranten" lernen grundsätzlich auch die Verkehrsregeln. So genau mit den Verkehrsvorschriften nahm es aber ein 58-jähriger Rosenheimer nicht. Gegen 1 Uhr befuhr der Mann in der Innenstadt eine Einbahnstraße mit seinem Auto. Das Problem war aber: Genau in der falschen Richtung. Dies fiel einer Streife der Rosenheimer Polizei auf, die den Autofahrer sofort kontrollierten. Nach kurzer Befragung gestand der Rosenheimer auch ein, dass er gar keinen Führerschein hat. Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Viel zu schnell unterwegs

Gegen fünf Verkehrsteilnehmer wird die Polizei auch ein Bußgeldverfahren einleiten, da sie mit zum Teil erheblicher Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit unterwegs waren. Im Rahmen einer Geschwindigkeitsüberwachung mittels Lasermessgerät auf der Äußeren Münchener Straße in der Zeit von 22 Uhr bis kurz nach Mitternacht wurden fünf Verkehrsteilnehmer angehalten und kontrolliert. Die Autofahrer erwarten ein Bußgeldverfahren und Punkte in Flensburg. Tagesschnellster war ein 37-Jähriger aus Kolbermoor mit gemessenen 80 Kilometern pro Stunde statt des erlaubten Tempo 50 in diesem Streckenabschnitt.

Rotlicht nur ein Anhalt?

Gegen 23.45 Uhr wurde ein 28-Jähriger aus Kolbermoor am Stadtrand von Rosenheim auf seiner Heimfahrt gestoppt. Er fuhr bei "Dunkelrot" über eine Ampel. Diese zeigte allerdings bereits seit über drei Sekunden "Rot" für seine Fahrtrichtung. Es war purer Zufall, dass kein Gegenverkehr kam - was wohl zu einem Unfall geführt hätte. Nach Anhaltung gab der Mann an, dass er völlig in Gedanken gewesen und die Ampel nur ein Anhalt sei. Gegen den Kolbermoorer wird nun ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Auch Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot sind die Folge.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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