Kontrollen:

Mit Strafanzeige im Gepäck geht es nach Hause

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Kontrollen in Fernreisezügen

Rosenheim - Die Bundespolizei ermittelt wegen Urkundenfälschungen gegen mehrere Afrikaner, die in Fernreisezügen kontrolliert wurden. Einen Wiederholungstäter konnten sie auch aufgreifen:

Die Bundespolizei ermittelt gegen mehrere Afrikaner, die am Mittwoch (19. März) mit Fernreisezügen in Richtung München unterwegs waren. Einige von ihnen wollten sich den illegalen Aufenthalt mit gefälschten Papieren erschwindeln. Ein Eritreer hat wiederholt gegen das Aufenthaltsgesetz verstoßen. Er musste kurz nach seiner Festnahme einer Haftanstalt einen „Besuch“ abstatten.

Im EuroCity aus Venedig kontrollierten Bundespolizisten kurz vor Rosenheim einen Fahrgast, der eigenen Angaben zufolge aus Eritrea stammt. Papiere für den geplanten Aufenthalt in der Bundesrepublik hatte er nicht dabei. Die Beamten gingen zunächst davon aus, dass es sich um einen Fall der unerlaubten Einreise handelte. Bei weiteren Nachforschungen stellte sich jedoch heraus, dass der 22-Jährige seit September 2013 von der Staatsanwaltschaft Offenburg gesucht wurde.

Laut Haftbefehl hat der Eritreer bereits im vergangenen Jahr gegen das Aufenthaltsgesetz verstoßen. Er war zu einer Geldstrafe von rund 200 Euro verurteilt worden, die er allerdings nie beglichen hatte. Offenbar hat er sich ins Ausland abgesetzt. Mit seiner Rückkehr ohne Pass und Visum verstieß er erneut gegen das Aufenthaltsgesetz.  Hierfür wird er sich verantworten müssen, sobald der der Mittellose die zehntägige Freiheitsstrafe wegen des früheren Vergehens im Bernauer Gefängnis „abgesessen“ hat. Anschließend wird er Deutschland wieder verlassen müssen.

Im Nachtzug aus Verona trafen Raublinger Schleierfahnder auf drei Afrikaner, die sich dem ersten Anschein nach ausweisen konnten. Den Beamten entging jedoch nicht, dass es sich bei den vorgezeigten Pässen und Aufenthaltsgenehmigungen um Fälschungen handelte. Die eingeschaltete Bundespolizei zeigte die Frau von der Elfenbeinküste sowie die Männer aus Somalia und dem Sudan jeweils wegen Urkundenfälschung an.

Im gleichen Zug nahmen die Beamten nahe Rosenheim außerdem noch zwei weitere Somalier und einen Syrer in Gewahrsam, da diese sich nicht ausweisen konnten. Mit einer Strafanzeige im Gepäck musste die 35-jährige Frau gleich wieder ausreisen. Die fünf Männer im Alter zwischen 18 und 36 Jahren wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zunächst der Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in München zugeleitet. Wegen der gefälschten Urkunden hat die Bundespolizei in Rosenheim die Ermittlungen aufgenommen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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