Zugfahrt in die Haftanstalt

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Rosenheim - Ein Pole fuhr schon wieder ohne Zugticket Bahn! Nun konnte er wählen: 600 Euro oder sechs Wochen Haft. Mangels finanzieller Möglichkeiten sitzt er nun hinter Gittern.

Ein polnischer Staatsangehöriger ist aufgrund seiner Vorliebe, "gratis" mit dem Zug zu fahren, polizeibekannt. Diese Bekanntheit hängt mit seinem mangelnden Interesse an Fahrkarten zusammen. Am Mittwoch, 31. Juli, hat die Rosenheimer Bundespolizei den "Schwarzfahrer" hinter Schloss und Riegel gebracht – und zwar ganz ohne Fahrschein.

Der 43-Jährige fiel dem Zugbegleiter im EuroCity von München Richtung Kufstein auf. Eine Fahrkarte hatte der Mann nicht. Die verständigten Bundespolizisten überprüften seine Personalien beim Halt in Rosenheim. Schnell war klar, dass er wegen zurückliegender Schwarzfahrten bereits von der Staatsanwaltschaft in Bayreuth mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Ende vergangenen Jahres war er zu rund 460 Euro wegen Leistungserschleichung verurteilt worden. Für die jüngste "Freifahrt" verhängte das Rosenheimer Amtsgericht in einem beschleunigten Verfahren eine Geldstrafe in Höhe von 150 Euro.

Mangels finanzieller Möglichkeiten wurde der Pole ersatzweise in die Bernauer Haftanstalt eingeliefert. Dort kann er sich in den kommenden sechs Wochen nicht nur Gedanken machen, wie er seine letzte Fahrt einschließlich Fahrpreisnacherhebung bezahlen wird, sondern ob er Züge künftig nicht doch lieber mit Fahrkarte benutzen möchte. 

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei Rosenheim.

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