200 Asylbewerber in Fernzügen festgestellt

Bei Kontrolle in Zug: Nigerianer verletzt Polizist

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Rosenheim - Über 200 Migranten, die in Fernzügen nach Deutschland einreisten: Die Bundespolizei Rosenheim hatte am Wochenende einiges zu tun.

Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Wochenende im Rahmen der Grenzkontrollen über 200 Migranten festgestellt. Die meisten von ihnen waren in grenzüberschreitenden Reisezügen unterwegs. In einem Fall weigerte sich ein Nigerianer am Bahnhof in Rosenheim, den EuroCity zu verlassen und leistete erheblichen Widerstand. Auch ein mutmaßlicher Schleuser konnte festgenommen werden. Er stammt ebenfalls aus Nigeria.

17 Personen in Zug aus Italien

Am Samstagabend stellten die Bundespolizisten in einem Fernverkehrszug aus Italien 17 Personen fest, die nicht über die erforderlichen Papiere für den Aufenthalt in Deutschland verfügten. In Rosenheim wurden die Migranten aufgefordert auszusteigen, um der Registrierung zugeführt werden zu können. Ein nigerianischer Staatsangehöriger hatte daran offenbar kein Interesse und wollte den Zug trotz mehrfacher Aufforderung nicht verlassen. Als ihn die Beamten zwangsweise aus dem Abteil bringen wollten, widersetzte sich der 31-Jährige gewaltsam und griff die Bundespolizisten an. Dabei wurde ein Beamter leicht verletzt. Erst mit dem Einsatz von Pfefferspray war es möglich, den Widerstand des gewalttätigen Afrikaners zu brechen. Er wurde auf richterliche Anordnung hin in Untersuchungshaft genommen und am Sonntag ins Traunsteiner Gefängnis eingeliefert.

24-jähriger Schleuser erwischt

In einem Nachtzug aus Rom kontrollierte die Bundespolizei eine vierköpfige Personengruppe. Lediglich einer der Afrikaner konnte sich ausweisen. Er führte einen nigerianischen Reisepass und eine italienische Aufenthaltsgenehmigung mit. Wie sich herausstellte, hatte er seinen Landsleuten offenbar in Italien die Fahrkarten für die Reise nach Deutschland beschafft. Der 34-Jährige wird sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei Rosenheim

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