Für 4000 Euro nach Deutschland eingeschleust

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Rosenheim - Vier mutmaßliche Schleuser wurden beim Versuch, fünf Flüchtlinge für jeweils 4000 Euro nach Deutschland zu bringen, von der Polizei gestellt.

Bundespolizisten haben am Wochenende vom 13. und 14. Juli auf der Autobahn zwischen Oberaudorf und Rosenheim gleich vier mutmaßliche Schleuser festgenommen. Unabhängig voneinander schleusten sie in zwei Fällen einen Iraner, einen Pakistani und drei syrische Staatsangehörige ins Bundesgebiet ein. Die Flüchtlinge hatten für die gesamte Schleusung je rund 4000 Euro bezahlt.

Sonntagfrüh kontrollierten Rosenheimer Fahnder die Insassen eines deutschen Pkw auf der A8 auf Höhe Raubling. Der 36-Jährige Fahrer und sein in Wiesbaden lebender Beifahrer wiesen sich ordnungsgemäß aus. Ihre drei syrischen Mitfahrer legten ihre gültigen Reisepässe, jedoch ohne die erforderlichen Visa, vor. Ersten Ermittlungen der Bundespolizei zufolge waren die syrischen Männer für jeweils 4.000 Euro mit einer Schlepperorganisation über Griechenland nach Italien gebracht worden. Für die letzte Etappe bis nach Deutschland hatten sie Verwandte gebeten, sie in Italien abzuholen.

Auch für ein italienisch-iranisches Schleuserduo endete die Fahrt frühzeitig auf Höhe Oberaudorf, als sie von Raublinger Schleierfahndern kontrolliert wurden. Ihre beiden Mitfahrer, iranischer und pakistanischer Herkunft, konnten sich nicht ausweisen. Auch der Iraner hatte rund 4000 Euro an eine Schleuserorganisation zahlen müssen, um bis nach Italien zu gelangen. Von dort hatte er über eine Mitfahrzentrale Kontakt zu dem 23-jährigen Fahrer aufgenommen.

Der iranische Staatsangehörige und sein pakistanischer Begleiter wurden, wie auch die drei syrischen Flüchtlinge, an die zuständige Aufnahmeeinrichtung weitergeleitet. Ihre vier Schleuser konnten ihre Fahrt zwar letztlich aufgrund ihrer Wohnsitze in Deutschland fortsetzen, müssen sich aber für die geleisteten Fahrdienste strafrechtlich verantworten. Sie erwartet ein Verfahren wegen Einschleusens von Ausländern.

Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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