Vom Reisebus direkt in den Knast

Rosenheim - Der Rumäne sprach von "einer versehentlichen Einreise", doch das nahm ihm die Polizei nicht ab. Das Ganze hat für den Mann nun erhebliche Folgen:

Bundespolizisten haben am Donnerstag, den 21. Februar einen Rumänen auf der A 93 festgenommen. Die angeblich unbeabsichtigte Einreise beschert dem 45-Jährigen einen Gefängnisaufenthalt von über zwei Jahren.

Fahnder der Bundespolizei stoppten nahe Oberaudorf einen italienischen Reisebus auf der Fahrt von Bozen nach München. Die Überprüfung eines rumänischen Staatsangehörigen ergab, dass dieser gleich von zwei Staatsanwaltschaften mit Haftbefehlen gesucht wurde. Zudem lag ein Einreiseverbot für Deutschland vor. Das Amtsgericht Schwetzingen und das Landgericht Nürnberg-Fürth hatten wegen Computerbetrugs und besonders schweren Diebstahls in den Jahren 2009 und 2010 mehrjährige Haftstrafen gegen den Rumänen verhängt. Hiervon verbrachte der Verurteilte bereits drei Jahre hinter Gittern. Anfang 2013 wurde er vorzeitig entlassen und aus Deutschland ausgewiesen. Die zuständige Ausländerbehörde verhängte in diesem Zusammenhang ein Einreiseverbot gegen ihn. Mit seiner Busreise in die Bundesrepublik verstieß er nicht nur gegen dieses Verbot, sondern sorgte selbst dafür, dass der Rest der Freiheitsstrafe - ganze 754 Tage – fällig wurde.

Die Behauptung, er wäre versehentlich in den falschen Bus gestiegen und hätte anstatt nach München eigentlich nach Salzburg gewollt, half nicht. Aufgrund der Busroute und dem vorliegenden Fahrschein schenkten die Beamten seinen Angaben keinen Glauben. Sie lieferten ihn in die Justizvollzugsanstalt Bernau ein und zeigten ihn wegen unerlaubter Einreise an.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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