Rosenheim gut "sauber" gehalten

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Rosenheim - Damit Rosenheim für die Bewohner und Besucher eine sichere und liebenswerte Stadt ist und bleibt, unternimmt die Polizei viele Anstrengungen und trifft entsprechende Maßnahmen.

Trotz dieser Bemühungen zeichneten sich in Rosenheims „guter Stube“ in den vergangenen Monaten, insbesondere an den Wochenenden, vermehrt Gewaltdelikte unter jungen Leuten, Pöbeleien gegen Passanten, Ruhestörungen, Sachbeschädigungen sowie verkehrswidriges und belästigendes Verkehrsverhalten ab. Dieses veränderte Verhalten und respektlose Auftreten einiger junger Leute und Personengruppen gegenüber Bürgern und Polizei war der Anlass, die Bereitschaftspolizei zur Unterstützung einzusetzen.

Zu den relevanten Zeiten, insbesondere nachts und an den Wochenenden, waren etwa 25 zusätzliche Polizeibeamte auf Rosenheims Straßen und Plätzen sowie in Parks und Erholungsgebieten unterwegs, um den auffälligen Jugendlichen und Heranwachsenden ihre Grenzen aufzuzeigen. Der Einsatz erfolgte im Einvernehmen mit der Stadtverwaltung Rosenheim. Obwohl überwiegend regnerisches Wetter vorherrschte, hatten die Unterstützungskräfte alle Hände voll zu tun. Über 800 Personen wurden kontrolliert und insgesamt über 60 Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet; die meisten davon wegen Fehlverhaltens im Straßenverkehr.

Um „Grenzen aufzuzeigen“, verhielten sich die Dachauer Polizeikollegen nicht gerade großzügig. Auch anstößige „Hauswandpinkler“ kamen dabei nicht ungeschoren davon. Zahlreiche nächtliche Ruhestörer wurden bei ihrem öffentlichen Treiben unterbrochen und des Ortes verwiesen bzw. nach Hause geschickt. Insgesamt erteilte die Bereitschaftspolizei deutlich mehr als 100 Platzverweise.

Ein besonderes Augenmerk galt auch dem Jugendschutz. Polizisten in Uniform und Zivil suchten diverse Lokale und Spielhallen auf und achteten auf die strikte Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen. Erfreulicherweise wurden nur vereinzelte Verstöße festgestellt. Wegen der ungünstigen Wetterlage waren im Bereich der Happingerauseen keine besonderen Aktionen gefordert. Hier wären die Maßnahmen gegen Randalismus und Vandalismus gerichtet gewesen.

Insgesamt kann eine positive Bilanz gezogen werden:

Während der Einsatzzeit kam es zu weitaus weniger Straftaten und Auseinandersetzungen unter den teils stark alkoholisierten Nachtschwärmern. Ebenso wurden merklich weniger mutwillige Sachbeschädigungen (Bepflanzungen, geparkte Fahrzeuge, etc.) verübt und nur noch vereinzelt Ruhestörungen gemeldet. Quantität und Qualität der innerstädtischen Ordnungs- und Sicherheitsstörungen ließen während des Konzepteinsatzes deutlich nach. Aber auch das schlechte Wetter spielte hier eine ursächliche Rolle.

Trotz der angekündigten und allgemein bekannten intensiven Kontrollen wollten es sieben Verkehrsteilnehmer offenbar ganz genau wissen: Sie gerieten zum Teil stark alkoholisiert in die Kontrollstellen. Ein in auffallenden Schlangenlinien dahingleitender Radlfahrer brachte es auf über drei Promille. Kein großer Fall, aber ein großer Erfolg war die „Wiedervereinigung“ einer völlig zerstrittenen Nachbarschaftsgemeinschaft.

 Durch die unnachgiebigen Bemühungen der Bereitschaftspolizisten sitzen die „Erzfeinde“ nunmehr wieder gemeinsam friedlich am Kaffeetisch. Bei all den Kontrollmaßnahmen waren die „unbescholtenen“ Rosenheimer Bürger kaum betroffen, da sich die Maßnahmen vorwiegend gegen bestimmte Personen und Zielgruppen richteten. Ihnen fielen überwiegend nur die vermehrten Streifenfahrzeuge auf. Nicht selten erhielten die Einsatzkräfte sogar Lob und Dank aus der Bevölkerung und Zuspruch zum „Wiederkommen.“

Nur noch Wenige, die zur „Zielgruppe“ der Polizei gehören, zeigten sich nicht begeistert von dem starken Kontrolldruck. Noch traten ein paar Unbelehrbare aggressiv auf und beleidigten die Streifenbeamten, was ihnen aber eine Anzeige einbrachte und „teuer zu stehen“ kommen wird.

Polizeirat Martin Irrgang stellt hierzu fest: „Der Konzepteinsatz zeigt im Ergebnis und in der überaus positiven Resonanz mehr als deutlich auf, wie wichtig es war und ist, bestimmten jungen Leuten und Personengruppen die Spielregeln für ein friedliches Miteinander klar zu machen. Wir werden auch weiterhin mit gezielten Aktionen und abgestimmten Maßnahmen die Sicherheitslage und das Sicherheitsgefühl in der Rosenheimer Innenstadt sowie an den Badeseen festigen. Im Interesse und zum Wohle Aller!“

Pressemeldung PI Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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