Eine sündhaft teure Zugfahrt

Rosenheim - Schleierfahnder beendeten die sündhaft teure Zugfahrt einer syrischen Familie. Schleuser hatten für die Organisation zigtausende Euro kassiert.

Schleierfahnder haben am Mittwoch, 8. August, der Zugfahrt einer sechsköpfigen Familie aus Syrien kurz nach Rosenheim ein Ende gesetzt. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei kostete diese Familienschleusung zigtausende Euro. Die Ermittlungen dauern an.

Im Nachtzug aus Bologna trafen Beamte der Polizeiinspektion Fahndung auf zwei Erwachsene, 32 und 39 Jahre alt, und deren vier Kinder im Alter zwischen sechs und 15 Jahren. Bei der Durchsicht ihrer albanischen Reisepässe fielen rasch Unregelmäßigkeiten auf. Wie sich herausstellte, waren alle Papiere gefälscht. Aufgrund des Verdachts der unerlaubten Einreise und der Urkundenfälschung wurde die Rosenheimer Bundespolizei eingeschaltet. Die Ermittler fanden heraus, dass sich die syrische Familie kriminellen Schleusern anvertraut hatte. Nach eigenen Angaben wurde die illegale Tour mit den falschen Pässen für insgesamt 30.000 Euro organisiert.

Offenbar besorgten Hintermänner sowohl die gefälschten Pässe als auch die Fahrkarten für die Reise über die Türkei und Griechenland bis nach Deutschland. Gegen die Hintermänner dieser Schleusung hat die Rosenheimer Bundespolizei die Ermittlungen aufgenommen. Die Familie konnte vorerst bei einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München unterkommen. Als Sicherheit für die anstehenden Strafverfahren wegen unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung setzte die Staatsanwaltschaft eine Sicherheit in Höhe von 600 Euro fest. Ein Bekannter der Familie, der bereits in Deutschland lebt, konnte den Betrag zu ihrer Entlastung zahlen.

Pressemeldung Bundespolizei

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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