Neue "Skimming"-Fälle in Rosenheim

Rosenheim - In Rosenheim, in Stephanskirchen und Westerndorf-St. Peter wurden im Juni Geldautomaten manipuliert. Es gab acht Abhebungen durch "Skimming-Täter":

Sogenannte "Skimming-Täter" sorgten in den vergangenen Tagen bei Bankkunden für eine böse Überraschung. Mehrere Tausend Euro von ihrem Bankkonto abhoben.

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„Skimming-Täter“ im Raum Rosenheim

Die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim ermittelt derzeit in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landeskriminalamt gegen wahrscheinlich überregional agierenden Täter. In einer Rosenheimer Bankfiliale hatten die bisher Unbekannten am Samstag, 2. Juni in der Zeit von 7 bis gegen 13 Uhr, sogenannte „Skimming-Instrumente“ an einem Geldautomaten angebracht.

Dabei handelt es sich um täuschend echt wirkende Abdeckungen und Tastenfelder, die auf die echten Automatenbestandteile aufgebracht werden und über die Kartendaten von Kunden kopiert werden können. So gelang es den Tätern die für Abhebungen nötigen Daten zu beschaffen und an Komplizen weiter zu leiten. Auf diesem Wege kamen dann auch die ungewöhnlichen Abhebungsorte, beispielsweise Cancun in Mexiko, zustande.

Manipulationen auch in Westerndorf-St. Peter und Stephanskirchen

Zwischenzeitlich wurden alle betroffenen Kunden angeschrieben und die Kartendaten gesperrt. Acht unberechtigte Abhebungen wurden registriert. Im Verlauf der Ermittlungen wurde zudem bekannt, dass die Täter am Wochenende 2. auf 3. Juni offenbar auch in Stephanskirchen versucht hatten, einen Geldautomaten zu manipulieren und ganz aktuell, am vergangenen Wochenende, einen weiteren Versuch in Westerndorf- St.Peter gestartet hatten. In diesen beiden Fällen blieben die Täter jedoch erfolglos.

In diesem Zusammenhang bittet die Polizei um Hinweise, sollten verdächtige Personen in der Nähe von Bankgebäuden oder an Automaten hantierend festgestellt werden. Weiter wird gebeten, entsprechende Vorsicht bei Abhebungen walten zu lassen.

Schutzvorkehrungen

Kunden sollten immer mit einer Hand ihre Nummerneingabe verdecken, so dass installierte Kameras die Eingabe nicht abfilmen können. Auch sehr große Spaltmaße von Automatenteilen oder bei genauerer Inaugenscheinnahme unpassend wirkende Blenden und Eingabefelder sollten Kunden vorsichtig werden lassen. Im Zweifelsfall können Mitarbeiter der Bank oder die Polizei zu Rate gezogen werden.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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