Arbeiten ohne Erlaubnis: Tourist fliegt auf

Rosenheim - Eigentlich wollte er "nur" einen Tag bei einer Firma aus Miesbach arbeiten. Ohne Aufenthaltsdokument und Arbeitserlaubnis fanden die Beamten das allerdings nicht so lustig:

Beamte der Polizeiinspektion Rosenheim kontrollierten am Nachmittag des 13. März einen Lkw auf der B15 im Gemeindebereich von Schechen. Als vom Fahrzeugführer der Führerschein verlangt wurde, händigte dieser eine mazedonische Fahrerlaubnis aus. Da sich der Mann anderweitig nicht ausweisen konnte, wurde er zum Grund des Aufenthalts in Deutschland befragt. Hier stellte sich heraus, dass der 24-jährige Fahrzeuglenker eigentlich nur als Tourist nach Deutschland eingereist war und sich bei keiner Behörde anmeldete. Diese Tatsache war äußerst problematisch, da der Mazedonier kein Aufenthaltsdokument und auch keine Arbeitserlaubnis vorzeigen konnte.

Da der Mann angab, „nur“ am heutigen Tag als LKW-Fahrer für eine Firma aus dem Landkreis Miesbach zu arbeiten, endete seine Fahrt unerwartet auf der Polizeiinspektion Rosenheim. Hier wurde ihm eröffnet, dass sein Touristenprivileg aufgrund der Arbeit als Paketauslieferer erloschen ist und eine sofortige Ausreise aus Deutschland erforderlich ist. Den Mazedonier als auch den Firmeninhaber erwartet nun ein Strafverfahren wegen unerlaubten Aufenthalts.

Erschwerend kam hinzu, dass der Fahrzeuglenker keinerlei Aufzeichnungen über Lenk- und Ruhezeiten führte und die Ladung ungesichert transportiert wurde. Aus den genannten Gründen musste die Weiterfahrt mit dem LKW unterbunden werden.

Pressemeldung Polizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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