Sturkopf des Tages:

Trotziger Tscheche muss eine Nacht ins Gefängnis

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Rosenheim - Wegen einer Lappalie musste eine Tscheche eine Nacht in der Zelle der Bundespolizei verbringen. Der Mann scheint jedoch aus der Geschichte gelernt zu haben:

Ein Tscheche hat am Mittwoch, 5. März, am Rosenheimer Amtsgericht die Quittung für seine Verweigerungshaltung kassiert. Wegen eines nicht zugelassenen Pfeffersprays hatte er von der Bundespolizei eine Anzeige bekommen. Bei der Aufnahme und Abarbeitung des Falls zeigte er sich allerdings alles andere als kooperativ. Gelohnt hat sich die mangelhafte Mitarbeit jedenfalls nicht: Abgesehen von einer Nacht in Polizeigewahrsam musste er auch gleich noch eine Geldstrafe zahlen.

Auf der A93 kurz vor Rosenheim entdeckten Fahnder der Rosenheimer Bundespolizei bereits am Dienstag bei einem Autofahrer aus Tschechien ein Pfefferspray ohne amtliches Prüfzeichen. Der 46-Jährige war offensichtlich wenig begeistert, dass ihm das Spray abgenommen wurde. Er verweigerte gegenüber den Beamten die Zusammenarbeit und machte keine Angaben mehr. Anstatt seine Reise fortzusetzen, musste er mit zur Dienststelle nach Rosenheim kommen.

Die verständigte Staatsanwaltschaft ordnete an, dass der Mann rund 100 Euro als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren zu hinterlegen hat. Auch die staatanwaltliche Anordnung förderte seine Kooperationsbereitschaft nicht. Daraufhin wurde das Amtsgericht Rosenheim eingeschaltet, das die Durchführung eines „beschleunigten Verfahrens“ für den darauffolgenden Tag festsetzte. Nach der Nacht in einer Zelle der Bundespolizei kassierte der Tscheche schließlich sein Urteil: 15 Tagessätze zu je 10 Euro. Da ihm der nächtliche Gewahrsam offenbar genug war, zahlte er die Geldstrafe und setzte die Fahrt endlich fort. Hätte er sich nicht verweigert, wäre dies schon am Vortag möglich gewesen – ganz ohne Zellenaufenthalt und ohne Gerichtsverfahren.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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