Bundespolizei ermittelt wegen Einschleusens

Zwölf Personen bei Rosenheim im Nachtzug festgenommen

Rosenheim - Die Bundespolizei ermittelt gegen einen Nigerianer wegen des Einschleusens von Ausländern. Der Mann war mit elf Migranten im Nachtzug unterwegs.

Die Bundespolizei ermittelt gegen einen Nigerianer, dem vorgeworfen wird, am Sonntag mehrere Ausländer illegal über die deutsch-österreichische Grenze gebracht zu haben. Der Mann war zusammen mit elf Migranten im Nachtzug zwischen Rom und München festgestellt und nahe Rosenheim in Gewahrsam genommen worden.

Beamte der Polizeiinspektion Fahndung kontrollierten den nigerianischen Staatsangehörigen im EuroNight. Er konnte sich mit einer Aufenthaltsgenehmigung für Italien ordnungsgemäß ausweisen. Zudem besaß er eine gültige Gruppenfahrkarte, die für fünf Personen ausgestellt worden war.

Der 37-Jährige war in unmittelbarer Begleitung von vier Landsleuten, die nicht über die erforderlichen Papiere für den Aufenthalt in Deutschland verfügten. Fünf weitere Nigerianer, ein Guineer sowie ein Pakistaner reisten in demselben Zug, ohne sich ausweisen zu können. 

Schleuser musste Land noch am selben Tag verlassen

Alle zwölf Personen wurden zur Dienststelle der Bundespolizei in Rosenheim gebracht. Der Nigerianer mit dem Gruppen-Ticket wurde wegen Einschleusens angezeigt. Er ist in Italien gemeldet.

Der mutmaßliche Schleuser musste noch am selben Tag nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in Begleitung seiner vier Mitfahrer sowie des Pakistaners das Land wieder verlassen.

Die anderen fünf nigerianischen Staatsangehörigen hatten am Montag auf richterliche Anordnung hin die Zurückschiebehaft anzutreten. Der Guineer hingegen wurde dem Rosenheimer Jugendamt anvertraut, da er noch minderjährig ist.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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