Minderjährige Afghanen in Zugtoilette

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Rosenheim/Bad Endorf - Die Bundespolizei hat am Mittwoch zwei minderjährige Afghanen in gewahrsam genommen. Man ermittelt jetzt wegen bezahlter Kinderschleusung.

Am Mittwoch (2. Mai) hat die Bundespolizei am Bahnhof in Bad Endorf zwei minderjährige Afghanen in Gewahrsam genommen. Ein Schaffner hatte sie kurz zuvor im Zug von Salzburg Richtung München dabei ertappt, wie sie sich in der Toilette versteckten.

Sie hatten weder Ausweise noch Fahrkarten. Dem Zugbegleiter des InterCity war schnell klar, weshalb sich die jungen Fahrgäste in der Zugtoilette verbargen: Es handelte sich offensichtlich um zwei „Schwarzfahrer“. Als die verständigten Beamten der Rosenheimer Bundespolizei die beiden kontrollierten, stellte sich heraus, dass sie sich nicht ausweisen konnten.

Sie gaben an, aus Afghanistan zu stammen und 12 beziehungsweise 14 Jahre alt zu sein. Erste Ermittlungen der Bundespolizei brachten ans Licht, dass der ältere Junge bereits von der Polizei in Neufahrn gesucht wurde. Ein Wohnheim in der Nähe von München hatte ihn als vermisst gemeldet.

Der Minderjährige erklärte, dass er von dort ausgerissen wäre, um sich in Österreich umzuschauen. Bei dieser Gelegenheit habe er dann auch seinen jüngeren Begleiter kennengelernt. Der 12-Jährige erinnerte sich daran, dass er vom Vater in der Heimat für 7.000 Euro einem unbekannten Schleuser anvertraut worden war.

Die Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Rosenheim dauern an. Im Anschluss an die erforderlichen polizeilichen Maßnahmen konnten die Minderjährigen vorerst der Obhut des Rosenheimer Jugendamtes anvertraut werden.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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