Altmetallhändler betrügen Entsorgungsfirma

Rosenheim/Bad Tölz - Die Polizei nahm am Mittwoch fünf Personen fest, die seit geraumer Zeit ein Tölzer Entsorgungsunternehmen um insgesamt etwa 90.000 Euro betrogen hatten.

Seit Ende Mai stellte der Geschäftsführer der Entsorgungsfirma fest, dass vorhandene Buntmetalle nicht am Lager vorhanden waren, die aber in den Anlieferungslisten verzeichnet waren. Seine internen Überprüfungen ergaben den Verdacht, dass zwei Mitarbeiter der Firma, die für Wiege- und Abrechnungsmodalitäten zuständig waren - offenbar zusammen mit Rosenheimer Altmetallhändlern - systematisch bei Metallanlieferungen überhöhte Gewichtsangaben machten und dadurch erheblich höhere Barauszahlungen gemacht werden konnten.

Aufgrund der Aufzeichnungen und mit Hilfe einer Videoüberwachung konnte dann festgestellt werden, dass die Schrottanlieferer, es handelt sich dabei um mindestens fünf Angehörige einer Rosenheimer Familie im Alter zwischen 19 und 48 Jahren, bei ihren regelmäßigen Anlieferungen gar nicht vorhandenes Buntmetall im Wert von ungefähr 3000 Euro pro Lieferung verrechnet bekamen. Der bisher bekannte Gesamtschaden beläuft sich auf rund 90.000 Euro.

Durch operative Maßnahmen der Kripo Weilheim in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Bad Tölz und der Kripo Rosenheim konnten am vergangenen Mittwoch fünf Personen vorläufig festgenommen und sieben Wohnungen durchsucht werden.

Nachdem sich herausstellte, dass die Initiative für die Straftaten wohl von den Rosenheimer Schrotthändlern ausgegangen war, wurden zwei Personen nach ihren Vernehmungen wieder auf freien Fuß gesetzt. Drei Festgenommene wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II dem Haftrichter vorgeführt, der gegen alle Haftbefehle wegen schweren Bandenbetruges erließ. Gegen alle Beteiligten laufen die Ermittlungen derzeit noch weiter.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

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