Autodieb in letzter Sekunde vor Grenze gestoppt

Kiefersfelden - Fast hätte es ein in Italien lebender 35-jähriger Albaner mit seiner Beute, einem wertvollen Mercedes 250 CDI, über die Landesgrenze Richtung Italien geschafft - aber nur fast...

Das unterschlagene Auto wäre wohl für immer verloren gewesen. Doch die Schleierfahnder der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim zeigten sich wachsam und stellten den Täter samt Beute in Kiefersfelden.

"Grieche" kehrte von Probefahrt nicht zurück

Der Albaner, Angestellter einer Spedition in Rom, zeigte am Samstagmittag, 5. April, bei einem Autohandel in Aschaffenburg Kaufinteresse an einem wertvollen Mercedes 250 CDI, gab sich als in der Nähe wohnender Grieche aus und belegte dies mit einem griechischen Führerschein und Personalausweis. Das überzeugte das Verkaufspersonal. Man überließ ihm für eine Stunde das Auto zu einer Probefahrt. Als der vermeintliche Grieche nach drei Stunden immer noch nicht auftauchte, erstatteten sie umgehend bei der Polizei Anzeige wegen Unterschlagung. Keine Minute zu früh!

800 Meter vor Grenze gestoppt

Der Albaner mit den gefälschten griechischen Dokumenten hatte sich in Wirklichkeit sofort auf die Autobahn begeben mit Ziel Italien. Nur 800 Meter vor der Landesgrenze nach Tirol stellten ihn die Schleierfahnder. Der Täter versuchte zwar noch, durch einen rasanten Fluchtversuch zu entkommen, wurde aber am Wertstoffhof in Kiefersfelden gestoppt.

Den Polizisten gegenüber gab er sich unwissend. Mit dem „Griechen“, der den Mercedes in Aschaffenburg kurz zuvor mit dubiosen Personalpapieren erschwindelte, hätte er nichts zu tun. Aufgrund eindeutiger Tätowierungen des Täters, an die sich das Verkaufspersonal bestens erinnerte, konnte er überführt werden. Er ging in Haft. Das Auto konnte von den rechtmäßigen Besitzern bei der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim wohlbehalten abgeholt werden.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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