Auf der B15 bei Rott

Getuntes Auto entpuppt sich als Mängel-Mobil

Rott - Einiges zu beanstanden hatte die Polizei bei einem Tuningfahrzeug. Die überhöhte Geschwindigkeit war nur ein Problem. Dabei hatte die Kontrolle so harmlos angefangen:

Eigentlich ist er "nur" zu schnell gefahren. Die gemessenen 102 km/h bei erlaubten 80 km/h bei Zainach waren für einen 30-jährigen Pfaffinger aber nur der Anfang vom Ende der Reise.

Schon beim Anhalten fiel der Streife der Polizeiinspektion Wasserburg das fehlende vordere Kennzeichen auf. Dieses fand sich aber unleserlich hinter der Windschutzscheibe wieder. Dass dann natürlich genauer hingeschaut wird, ist klar. Und schon fiel das Fahrwerk auf, das verdächtig tief eingestellt zu sein schien, aber natürlich "alles eingetragen" ist. Auch der Fahrzeugschein war nicht auffindbar, es stand aber nach einer Online-Recherche im Zulassungsregister schnell fest: Das Fahrwerk war nicht jenes, welches dort eingetragen war.

So wurde die Mängelliste stetig länger: Hinzu kamen mit Tönungsfolien beklebte Seitenscheiben (im Bereich von Fahrer und Beifahrer verboten) und dann war da noch die Lautstärke des Fahrzeugs. Woher die lauten Geräusche kamen stellte sich schließlich auf der Hebebühne heraus: ein manipulierter Klappenauspuff, dessen Schließfunktion umgangen worden war und somit ständig für ein wirkungsvolles, akustisches Erlebnis für seine Umgebung sorgte.

Letztlich war die Summe der festgestellten Mängel derart gravierend, dass neben einem Sachverständigen für ein technisches Gutachten auch die Zulassungsstelle ins Boot geholt wurde, die dann das Ende für die Zulassungs-Plaketten beschloss.

Nach Hause ging es schließlich nur auf einem Anhänger.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Wasserburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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