Campingkocher explodiert im Lkw-Führerhaus

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Samerberg - Bei der Explosion eines Campingkochers in einem Lkw ist der Fahrer verletzt worden. Das Führerhaus wurde durch die Detonation stark verformt, Teile davon flogen durch die Luft.

Einen großen Schutzengel muss ein Kraftfahrer aus Erlangen am Mittwochnachmittag gehabt haben. Wegen einer Fehlbedienung explodierte ein in den Händen gehaltener Campinggaskocher, verletzte ihn dabei aber glücklicherweise nur leicht.

Gegen 17.45 Uhr stellte der 42-Jährige seinen Lkw an der Tank- und Rastanlage Samerberg/Nord ab und wollte sich in seinem Führerhaus ein warmes Essen zubereiten. Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim wollte er kurz nach dem Kochbeginn eine leere Gaskartusche gegen eine Neue austauschen. Hierbei übersah er aber das Verriegeln des Schutzventils, sodass unmittelbar nach dem Anschließen eine große Menge Gas austrat.

Noch bevor er die Sicherung schließen und sich aus dem Gefahrenbereich entfernen konnte, entzündete die Heizspirale eines ebenfalls im Fahrgastraum installierten Backofens das Gasgemisch und brachte dieses zur Explosion.

Durch die Wucht der Detonation wurde das Führerhaus so stark verformt, dass sich die Türen nicht mehr öffnen ließen. Weitere Kollegen eilten dem Eingeschlossenen zur Hilfe und befreiten ihn aus dem Wrack. Obwohl mehrere Teile des Führerhauses teilweise 25 Meter über das gesamte Parkplatzgelände flogen, wurde der Verursacher nur leicht verletzt. Nach medizinischer Erstversorgung durch den alarmierten Notarzt wurde er mit Verbrennungen an den Händen und Armen ins Klinikum Rosenheim eingeliefert. Der entstandene Sachschaden an dem erst anderthalb Jahre alten Nutzfahrzeug wird auf rund 30.000 Euro geschätzt.

Die Verkehrspolizei warnt in diesem Zusammenhang speziell jetzt in der Hauptreisezeit erneut vor den Gefahren von Gasflaschen. Immer wieder muss festgestellt werden, dass derartige „Zeitbomben“ ohne die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen nicht nur in Lastwägen, sondern viel häufiger in privat genutzten Wohnmobilen und Wohnanhängern transportiert werden. Ohne die erforderliche Schutzkappe und ohne die nötige Sicherung kann es insbesondere bei den warme Temperaturen auch ohne Unfall zur Explosion kommen. Schwere Sachschäden gehen dann oftmals mit lebensgefährlichen Verletzungen einher.

Pressemeldung Polizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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