Schlag gegen Schleusungskriminalität

Aying/Bad Aibling – In der Nacht von Donnerstag auf Freitag haben Schleierfahnder auf der A8 bei Aying den Transport von acht illegal eingereisten Irakern vereitelt.

Auf die Spur der Großschleusung kam die Bundespolizei bei ihren Ermittlungen gegen einen anderen Schleuser. Dieser wurde wenige Stunden zuvor nahe Bad Aibling gefasst, als er zwei Afghanen, einen Iraker und eine Syrerin beförderte.

Ausgangspunkt der erfolgreichen Ermittlungen war nach Angaben der Rosenheimer Bundespolizei die Kontrolle eines Italieners, in dessen Fahrzeug sich vier weitere Personen arabischer Herkunft befanden. Außer dem italienischen Fahrer konnte sich kein weiterer Insasse ausweisen. Die Bundespolizisten nahmen die unerlaubt Eingereisten am Rastplatz Wasserwiesen in Gewahrsam. Der 47-jährige Fahrzeugführer wurde wegen des Verdachts der Einschleusung von Ausländern verhaftet. Er befindet sich auf richterliche Anordnung hin inzwischen in Untersuchungshaft. Bei der Rekonstruktion der Schleuserfahrt stießen die ermittelnden Beamten auf Indizien, die auf eine weitere illegale Beförderung am selben Tag hindeuteten.

Bundes- und Landespolizei legten sogleich das Fahndungsnetz aus. Tatsächlich zogen die Fahnder aus Kreuth in der Nacht einen mit neun Personen besetzten Transporter auf der Autobahn Richtung München aus dem Verkehr. Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um das gesuchte zweite Schleusungsfahrzeug. Am Steuer saß ein lettischer Staatsangehöriger, der mit seinem Mietwagen fünf Iraker und drei Iraner im Alter von 16 bis 33 Jahren nach Deutschland gebracht hatte. Keiner der unerlaubt eingereisten Männer konnte sich ausweisen. Sie wurden zusammen mit ihrem 27-jährigen mutmaßlichen Schleuser festgenommen und zur Bundespolizei nach Rosenheim gebracht. Dort dauern die Ermittlungen gegen die insgesamt zwölf unerlaubt eingereisten Personen und ihre beiden Fahrer derzeit noch an. Die meisten der Geschleusten konnten einstweilen der Obhut einer Münchner Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge anvertraut werden.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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