Schleuser bereut Tat vor Gericht: Bewährung

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Rosenheim - Vor dem Amtsgericht Rosenheim hat er jetzt seine Tat bereut. Ein 27-jähriger Schleuser wurde zu einer Bewährungsstraße verurteilt.

Am vergangenen Mittwoch fand am Amtsgericht Rosenheim die Hauptverhandlung gegen einen 27-jährigen Schleuser statt. Ihm wurde vorgeworfen, in mindestens drei Fällen Ausländer nach Deutschland eingeschleust zu haben. Der türkische Staatsangehörige wurde zu einer einjährigen Freiheitsstrafe, ausgesetzt zu drei Jahren auf Bewährung, verurteilt.

Bereits im November vergangenen Jahres hatten Rosenheimer Schleierfahnder den jungen Mann und seinen 22-Jährigen Begleiter im Stadtgebiet Rosenheim festgenommen. Sie wurden beschuldigt, neun Personen nach Deutschland eingeschleust zu haben.

Die unerlaubt Eingereisten stammten aus dem Irak und dem Iran. Einige von ihnen hatten gefälschte Dokumente dabei. Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim fand im Zuge der Ermittlungen heraus, dass der Angeklagte an mindestens zwei weiteren Schleusungsfällen beteiligt war.

Für seine Fahrten mietete der Türke einen Transporter an, holte die Personen in Italien ab und brachte sie nach München. Für jeden Geschleusten erhielt er von seinen Auftraggebern nach eigenen Angaben bis zu 350 Euro. Dem 27-Jährigen kam vor Gericht zugute, dass er seine Taten reumütig eingestand.

Zudem lieferte er wichtige Hinweise zur Identifizierung seiner „Hintermänner“. Der Mann wurde zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt. Diese wurde auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Der Gefährte des Verurteilten muss sich voraussichtlich im Mai wegen gemeinschaftlichen Einschleusens in mehreren Fällen vor Gericht verantworten.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © PA

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