Schleuser und Lotse verurteilt

Rosenheim - Zwei pakistanische Staatsangehörige wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt – mit und ohne Bewährung.

Das Rosenheimer Amtsgericht hat vergangene Woche (17. März) einen Schleuser und seinen Lotsen verurteilt. Die beiden pakistanischen Staatsangehörigen wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt – mit und ohne Bewährung.

Die Masche der Pakistani im Alter von 33 und 45 Jahren war immer die gleiche. Der eine fuhr im Abstand weniger Minuten mit dem Kleinwagen voraus und schaute, ob der Weg für seinen Landsmann im gemieteten Transporter „frei“ war. Im November 2010 flog das Duo auf der Autobahn zwischen Kufstein und dem Inntaldreieck auf. Schleierfahnder zogen beide Fahrzeuge aus dem Verkehr. Im Kastenwagen befanden sich nicht weniger als zehn Personen. Zwei stammten aus dem Iran, acht aus Afghanistan und keiner von ihnen konnte sich ausweisen.

Gegen den Fahrer und seinen „Scout“ nahm die Rosenheimer Bundespolizei die Ermittlungen auf – mit Erfolg: Den Bundespolizisten gelang es, zahlreiche Beweise zu sammeln. Diese trugen schließlich entscheidend dazu bei, dass die Schleuser in sieben Fällen überführt werden konnten. Die Richterin hielt den pakistanischen Angeklagten zwar zu Gute, dass sie einige Informationen zu ihren Hintermännern preisgegeben hätten, gleichwohl wurden beide wegen gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern verurteilt. Der Lotse erhielt ein Fahrverbot sowie eine zweijährige Freiheitsstrafe auf Bewährung. Außerdem hat er 1000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zu zahlen. Der Fahrer des Transporters muss ins Gefängnis und zwar für zwei Jahre und sechs Monate. Auch er erhielt ein Fahrverbot für Deutschland.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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