Drei Haftbefehle: Festnahme!

Marktl - Die Eheschließung mit Änderung des Familiennamens half nichts: Ein 62-jähriger Serbe, auf den bereits drei Haftbefehle ausgestallt waren, wurde jetzt festgenommen.

Manchmal kommt es doch anders, als man es sich denkt - ziemlich geschickt stellte sich jedoch ein 62-jähriger Serbe an, um seine wahre Identität zu verschleiern, damit er wieder unbehelligt nach Deutschland einreisen und hier leben konnte. Dass ihn seine unrühmliche Vergangenheit letzten Endes doch einholte, hatte er dem Spürsinn der Burghauser Fahnder „zu verdanken“.

Am späten Abend des vergangenen Freitag, 28.01.2011, kontrollierten diese auf der B12 bei Marktl einen aus Richtung Dortmund kommenden Linienbus. Bei der Überprüfung des von dem Serben vorgelegten biometrischen Reisepasses konnten zunächst keinerlei Anhaltspunkte für das Vorliegen entsprechender Suchvermerke gewonnen werden. Mehr Argwohn erweckte jedoch der Familienname des 62-Jährigen. Auf Befragen gab er an, dass er seit knapp zwei Jahren mit einer rumänischen Staatsangehörigen verheiratet sei und ihren Namen angenommen hätte. Umfangreiche Recherchen im Polizeicomputer führten jedoch zu dem Ergebnis, dass die Heirat und die damit verbundene Namensänderung wohl Teil einer geschickten Strategie war. Unter seinem Geburtsnamen bestanden gegen den Serben nämlich gleich drei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Hamburg wegen Betrug, Hehlerei und Wertzeichenfälschung.

Ermittlungen auf der Dienststelle ergaben, dass der Serbe im Oktober 2003 wegen einer Vielzahl von Diebstahlsdelikten sowie Betrügereien in sein Heimatland abgeschoben worden war. Diese Abschiebung war jedoch bis 2008 befristet und da er vom Bestehen der drei Hamburger Haftbefehle wusste, suchte er nach einer Möglichkeit, trotzdem wieder nach Deutschland einreisen zu können. Durch eine Heirat mit einer rumänischen Staatsangehörigen sah er seine große Chance – er nahm deren Familiennamen an und erhielt eine rumänische Aufenthaltsgenehmigung.

Die wahre Identität blieb selbst den Behörden im Inland verborgen, denn nach seiner unbehelligten Einreise lebte er seit 2009 in München.

Zur Verbüßung der in den drei Haftbefehlen verfügten Freiheitsstrafen in Höhe von nicht weniger als 950 Tagen wurde der Serbe in die Justizvollzugsanstalt Landshut eingeliefert.

Pressemeldung Polizeistation Fahndung Burghausen

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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