Straftaten gehen zurück: "Hier lebt man sicher"

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Von links nach rechts: Adolf Inkoferer, stellvertretender Leiter PI Brannenburg Josef Mühlbacher, Leiter PI Brannenburg Georg Winkler, Kriminalpolizei Rosenheim Stefan Lederwascher, 1. Bgm. Gemeinde Flintsbach a. Inn Christian Praxl, 1. Bgm. Gemeinde Rohrdorf Matthias Jokisch, 1. Bgm. Gemeinde Brannenburg Josef Oberauer, 1. Bgm. Gemeinde Nußdorf a. Inn Georg Huber, 1. Bgm. Gemeinde Samerberg Olaf Kalsperger, 1. Bgm. Gemeinde Raubling Hans Nowak, 1. Bgm. Gemeinde Neubeuern Nicht auf dem Bild Hans Hofer, 1. Bgm. Gemeinde Bad Feilnbach

Brannenburg - Die Polizei in Brannenburg lud acht Bürgermeister zum Sicherheitsgespräch. Das erfreuliche Fazit: "Im Dienstbereich der Polizei Brannenburg lebt man sicher“!

Für Donnerstag, 23. April, hatten der Leiter der Polizeiinspektion (PI) Brannenburg, Erster Polizeihauptkommissar Josef Mühlbacher und sein derzeitiger kommissarischer Vertreter, Polizeihauptkommissar Adolf Inkoferer, die acht Bürgermeister des Zuständigkeitsbereichs zum traditionellen Sicherheitsgespräch eingeladen. Bei dieser Gelegenheit wurde der bisherige langjährige Stellvertreter des Dienststellenleiters, Polizeihauptkommissar Georg Winkler, aus der Runde verabschiedet. Georg Winkler wechselte zum 1. April 2015 zur Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim und ist dort als Kommissariatsleiter tätig.

Die PI Brannenburg ist für die Sicherheit von rund 43.000 Einwohnern auf einer Fläche von 270 qkm verantwortlich. Der Dienstbereich umfasst die Gemeinden Bad Feilnbach, Brannenburg, Flintsbach a. Inn, Neubeuern, Nußdorf a. Inn, Raubling, Rohrdorf und Samerberg.

1. Kriminalitätsentwicklung

„Im Dienstbereich der PI Brannenburg lebt man sicher“. Dieses Fazit hat heute Inspektionsleiter Mühlbacher im Rahmen des jährlichen Sicherheitsgesprächs mit den Bürgermeistern des Zuständigkeitsbereichs gezogen.

Zum einen sei mit einer Kriminalitätsbelastung von 4.479 Straftaten pro 100.000 Einwohner (2013: 4.124) das Straftatenrisiko im Dienstbereich nach wie vor vergleichsweise gering. Zum anderen konnte die ohnehin schon sehr gute Aufklärungsquote auf 73,6 Prozent gesteigert werden (2013: 71,4 Prozent). Mühlbacher lobte in diesem Zusammenhang die effektive Arbeit der „Schleierfahnder“ und der Bundespolizei, die mit ihrer Fahndungstätigkeit auf den internationalen Verkehrswegen einen ganz wesentlichen Beitrag zur hervorragenden Aufklärungsquote leisten.

Die Zahl der Straftaten im Dienstbereich der PI Brannenburg stieg im vergangenen Jahr um 9,6 Prozent auf 1.936 (2013: 1.767 Fälle). Grund für diesen Anstieg sind die vermehrten Feststellungen der „Schleierfahnder“ und der Bundespolizei im internationalen Reiseverkehr in Zusammenhang mit dem stark gestiegenen Zustrom von Asylbewerbern und den damit zusammenhängenden ausländerrechtlichen Verstößen. Lässt man die gestiegenen Aufgriffszahlen von „Schleierfahndern“ und Bundespolizei außer acht, ergäbe sich im Dienstbereich 2014 ein leichter Rückgang der Straftaten um 4,5 Prozent.

Wie Mühlbacher ausführte, stieg die Zahl der Diebstähle insgesamt leicht auf 371 Fälle (+3,1 Prozent). Bei den sog. „Schweren Diebstählen“ ergab sich hingegen ein geringfügiger Rückgang auf 174 Fälle (-1,7 Prozent). Besonders erfreulich war in diesem Zusammenhang den Rückgang der Fallzahlen im sensiblen Bereich der Wohnungseinbrüche auf 16 (-33,3 Prozent). Eine positive Entwicklung gab es auch bei den Körperverletzungen. Sie gingen um 13 Prozent auf 134 Straftaten zurück. Ebenso rückläufig waren die Zahlen im Bereich der Sachbeschädigungen, bei denen mit 121 Straftaten 11 Prozent weniger als im Jahr 2013 angezeigt wurden. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Alkohol nach wie vor der Aggressionsverstärker Nummer Eins ist, sind die rückläufigen Zahlen bei den unter Alkoholeinfluss stehenden Tatverdächtigten positiv zu sehen. So standen im Jahr 2014 insgesamt 3,1 Prozent der Tatverdächtigen unter Alkoholeinfluss (2013: 4,9, 2012: 6,3). Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den jugendlichen und heranwachsenden Tatverdächtigen aus. Im Jahr 2014 waren 4,7 Prozent alkoholisiert (2013: 8,7, 2012: 15,6).

2. Verkehrsunfallentwicklung

Wie Polizeihauptkommissar Inkoferer darlegte, stieg die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle leicht von 718 auf 736 (+2,5 Prozent). Die Zahl der bei den Unfällen verletzten Personen sank dabei geringfügig von 169 im Jahr 2013 auf 164 im Jahr 2014 (-2,6 Prozent). Bedauerlich ist der Anstieg bei den Verkehrstoten. Kam im Vorjahr lediglich eine Person im Straßenverkehr zu Tode, stieg die deren Zahl 2014 auf fünf. Zwei der tödlichen Verkehrsunfälle dürften dabei auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sein.

Die drei Hauptunfallursachen waren im Jahr 2014 Fehler beim Abbiegen/Wenden und Ein- und Anfahren (32 Prozent), überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit (11 Prozent) und ein ungenügender Sicherheitsabstand (11 Prozent). Im Bereich der Alkoholunfälle war im Jahr 2014 verglichen mit 2013 ein abermaliger Rückgang von 12 auf 10 Unfälle festzustellen. Dies stellt den niedrigsten Wert seit über zehn Jahren dar. Die Zahl der Geschwindigkeitsunfälle ging von 75 auf 69 zurück. Die Fälle von Unfällen mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort verringerten sich um 7,8 Prozent von 141 auf 130. Rund jede dritte Unfallflucht konnte geklärt werden. Die Zahl der Schulwegunfälle verringerte sich erfreulicher Weise von drei auf einen.

3. Polizeiliches Fazit und Ausblick

Als besonders erfreulich bezeichnete Inspektionsleiter Mühlbacher in der Jahresbilanz 2014 den Rückgang der Fallzahlen im sensiblen Bereich der Wohnungseinbrüche. Negativ zu Buche schlägt dagegen insbesondere der Anstieg der Verkehrstoten.

Grund zur Sorge bereitet Mühlbacher nach wie vor die Einbruchskriminalität. Auch 2015 gelte es wieder alles daran zu setzen, Einbrüche zu verhindern und Täter „dingfest“ zu machen. Eine weitere große Herausforderung ist der Bereich „Straßenverkehr“. Hier gelte es insbesondere, einen Beitrag zu leisten, die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren und die Unfallfolgen zu verringern. Dazu wird die PI Brannenburg im Jahr 2015 - neben den alltäglichen Kontrollen im Rahmen des Streifendienstes - insbesondere wieder Schwerpunktkontrollen mit Zielrichtung „Geschwindigkeit“, „Alkohol und Drogen“ sowie „Gurtanlegepflicht“ und „Handyverbot“ durchführen.

Pressemeldung Polizeiinspektion Brannenburg

Quelle: rosenheim24.de

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