So sicher ist Brannenburg

Brannenburg - Beim alljährlichen Sicherheitsgespräch der Brannenburger Polizei wurde die Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik vorgestellt - mit erfreulichem Ergebnis.

Brannenburgs Polizeichef Erster Polizeihauptkommissar Janö Irányi und dessen Vertreter Polizeihauptkommissar Georg Winkler hatten beim jährlichen Sicherheitsgespräch mit den acht Gemeinden im Dienstbereich der Inspektion Brannenburg die Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik 2010 vorgestellt.

Deutlich weniger Straftaten, erneuter Rückgang der Diebstahlsdelikte und fast die Hälfte weniger Sachbeschädigungen waren zu verzeichnen.

Auch erfreulich die rückläufige Zahl jugendlicher Straftäter.

In der Gesamtstatistik der acht zu betreuenden Gemeinden Brannenburg, Bad Feilnbach, Flintsbach, Neubeuern, Nussdorf, Raubling, Rohrdorf und Samerberg mit rund 43000 Einwohnern und einer Fläche von 270 Quadratkilometern sank die Zahl der Straftaten von 1707 auf 1548 und verzeichnet somit einen Rückgang um 9,3 % im Vergleich zum Vorjahr . 1132 Fälle wurden geklärt, die Aufklärungsquote lag bei 73,1 Prozent und liegt nach wie vor deutlich über der bayernweiten Quote von 64,6 Prozent.

Jahr; Straftaten; davon geklärt:

2002  2327  71,9%

2003  2349  72,4%

2004  2680  76,0%

2005  2516  75,5%

2006  2052  75,2%

2007  1778  74,9%

2008  1665  70,6%

2009  1707  76,2%

2010  1548  73,1%

Diese Zahlen beinhalten auch Delikte nach dem Ausländer- und Asylverfahrensgesetz, die von Beamten der Polizeiinspektion Fahndung bearbeitet, aber statistisch der Inspektion Brannenburg zugerechnet werden. In diesem Zusammenhang lobte Irányi die effiziente Arbeit der Schleierfahnder.

Von den insgesamt 1031 ermittelten Tatverdächtigen waren 894 männlich, 137 weiblich, 14 waren Kinder unter 14 Jahren, 74 Jugendliche (14-18 Jahre) und 79 Heranwachsende (18-21 Jahre). Insgesamt sank der Anteil der Jugendkriminalität von 18,69 Prozent auf 14,76 Prozent. Zu den von dieser Altersgruppe der Jugendlichen und Heranwachsenden begangenen Straftaten zählen meist Körperverletzungen, Diebstähle, Sachbeschädigungen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Sorge bereite Irányi auch die Tatsache, dass viele der Tatverdächtigen unter Alkoholeinfluss stünden. Hier nannte er beispielhaft die Zahlen bei Gewalt- und Körperverletzungsdelikten bei denen fast jeder zweite Tatverdächtige unter Alkoholeinfluss stand. Einig war man sich im Kreis, dass die ungehinderte Verfügbarkeit ein Problem darstelle und Aufklärung über den vernünftigen Umgang mit Alkohol dringend erforderlich sei.

Dem landesweiten Trend entsprechend ging auch die Zahl der Diebstahlsdelikte von 331 auf 304 Fälle zurück. Mit dem Höchststand von 503 Fällen 2005 verringere sich die Zahl kontinuierlich nach unten auf den derzeit niedrigsten Stand von 304 Fällen.

Raub, gefährliche , schwere und leichte Körperverletzungen blieben in etwa auf dem gleichen Stand wie im Jahr zuvor.

Die Zahl der Sachbeschädigungen verringerte sich von 175 auf 109 Fälle und steht derzeit auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen.

Trotz der rückläufigen Zahlen bei den klassischen Deliktsfeldern, zeigt sich bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten eine deutliche Zunahme. Hier stieg die Zahl von 415 auf 486 Fälle. Die Computerkriminalität entwickle immer neue Formen. Irányi mahnte vor der sorglosen Preisgabe persönlicher Daten im Internet.

Insgesamt könne von einer guten Sicherheitslage gesprochen werden. Dies spiegle auch die Häufigkeitszahl wider. Die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner liege mit 3095 deutlich unter dem landesweiten Wert von 4968.

Unfallstatistik (die Zahlen des Vorjahres sind in Klammern gesetzt)

Die Zahl der Verkehrsunfälle stieg von 665 auf 720 und somit um knapp acht Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden von 138 auf 132. Schwer verletzt wurden 45 (40), leicht verletzt 124 (141).

Ein Radfahrer musste sein Leben lassen, nachdem er die Vorfahrt missachtet hatte und der Pkw-Fahrer den Zusammenstoß nicht mehr vermeiden konnte. Im Vorjahr mussten zwei Verkehrsteilnehmer ihr Leben lassen.

In den einzelnen Gemeinden wurden die nachfolgenden Verkehrsunfallzahlen registriert.

Brannenburg 81(93), Bad Feilnbach 148 (127), Flintsbach 35 (34), Neubeuern 42 (58), Nussdorf 28 (38), Raubling 240 (186), Rohrdorf 121 (97), Samerberg 25 (32)

Zu den Hauptunfallursachen bei schweren Verkehrsunfällen zählen nach wie vor nicht angepasste Geschwindigkeit und das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. 17 (16) Verkehrsteilnehmer standen hier unter Alkoholeinfluss, 11 (18) Personen zum Teil schwer verletzt.

92(128) Verkehrsteilnehmer begingen Unfallflucht und entzogen sich ihrer gesetzlichen Wartepflicht.

Pressemeldung Polizeiinspektion Brannenburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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