"Callcenter-Betrug" in Stephanskirchen

Postangestellter hilft Frau bei Betrugsmasche

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Stephanskirchen - Der Aufmerksamkeit eines Postangestellten ist es zu verdanken, dass eine Frau aus Stephanskirchen vor Betrügern gewarnt werden konnte, die von ihr 900€ erlangen wollten.

Die 60-jährige Frau wollte bei der Postbank Wertgutscheine in Höhe von 900,-€ erwerben. Sie hatte am Wochenende zuvor einen Anruf erhalten, wonach sie bei einem Gewinnspiel 48.000€ oder ein Auto gewonnen hätte. Wenn sie die Freischaltcodes der Wertgutscheine per Telefon der Gewinnspielfirma mitteilen würde, bekäme sie den Gewinn von einer Sicherheitsfirma übergeben.

Dem Postangestellten erschien das Ganze sehr dubios, weshalb er die Frau dringend bat, bei der Polizei anzurufen. Die Frau hatte tatsächlich im letzten Jahr an einem Internetgewinnspiel teilgenommen, weshalb sie zunächst keine Zweifel an der Vorgehensweise hatte.

Seitens der Polizei ist die Masche seit längerem als sogenannter „Callcenterbetrug“ bekannt, vor dem bereits mehrfach in den Medien gewarnt wurde. Die auf dem Telefondisplay angezeigten deutschen Rufnummern werden von im Ausland ansäßigen Firmen betrügerisch genutzt, um so Seriösität vorzutäuschen. Die „Gewinner“ werden dann zum Kauf von Wertgutscheinen überredet (z.B.: PaySafe, Amazon etc.), deren Codes dann von sogenannten Sicherheitsbeauftragten abgefragt werden. Der Wert bzw. das Geld für die Gutscheine wird unmittelbar von den Betrügern verwendet, ohne das im Gegenzug der versprochene Gewinn an die Opfer ausbezahlt wird.

Es wird daher dringend zur Vorsicht in diesem Zusammenhang gewarnt, keine seriöse Firma würde vor Ausbezahlung eines Gewinns beispielsweise Codes von Wertgutscheinen abfragen. Im Zweifel sollten sie sich vor einer möglichen Zahlung an Ihre Polizeidienststelle wenden.

Pressemeldung Polizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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